Grenze zwischen Luxemburg und Saarland (Foto: SR)

Im Saarland vorerst keine Änderungen für Pendlerverkehr

  13.01.2021 | 16:33 Uhr

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, soll künftig innerhalb von 48 Stunden einen negativen Corona-Test vorlegen. Das hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen. Für das Saarland soll aber nach Angaben der Saarbrücker Staatskanzlei vorerst die bestehende Quarantäne-Verordnung bleiben.

Einreisende aus besonders betroffenen Regionen mit dem mutierten Coronavirus oder mit besonders hohen Inzidenzzahlen müssen laut der neuen Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sogar schon vor der Einreise ein negatives Testergebnis vorlegen.

Quarantäne bei positivem Test

Fällt der Test positiv aus, müssen die Betroffenen in Quarantäne. „Auslandsreisen in Risikogebiete passen nicht zur Pandemielage“, erklärte Spahn. „Wer trotzdem darauf nicht verzichten will, muss sich künftig bei seiner Rückkehr testen lassen.“ Einreisende aus einem Risikogebiet müssen wie bisher auch vor dem Grenzübertritt eine digitale Anmeldung vorlegen.

Als Risikogebiete gelten Länder, bei denen innerhalb von sieben Tagen über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern aufgetreten sind. Zusätzlich sollen nunmehr Länder mit besonders hoher Inzidenz ausgewiesen werden, für die die Testpflicht vor der Einreise gelten soll. Dafür könnte eine Sieben-Tage-Inzidenz von 200 festgelegt werden.

Saarland hält an 72-Stunden-Regel fest

Bei der von der Bundesregierung beschlossenen Verordnung handelt es sich um eine Musterverordnung, die die Länder umsetzen können. Die saarländische Landesregierung kündigte auf SR-Anfrage an, vorerst an der bisherigen Quarantäne-Verordnung festhalten zu wollen. In Abstimmung mit den Nachbarbundesländern werde man jetzt aber schauen, ob die Verordnung angepasst werden muss, sagte Regierungssprecher Alexander Zeyer (CDU).

An den bestehenden Ausnahmen für den kleinen Grenzverkehr zwischen dem Saarland, Frankreich und Luxemburg wird aber wohl nicht gerüttelt. „Wir wollen an der 72-Stunden-Regelung festhalten", sagte Zeyer.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 13.01.2021 berichtet.

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