Ein "Geschlossen"-Schild hängt an der Tür eines Geschäfts.  (Foto: Oliver Berg/dpa)

Massive Einschränkungen im November

  28.10.2020 | 19:35 Uhr

Mit harten Einschnitten will die Bundesregierung ab kommendem Montag die Corona-Infektionszahlen unter Kontrolle bringen. Unter anderem sollen Restaurants, Bars und Kneipen im November schließen.

Darauf haben sich Bund und Länder bei einer Besprechung am Mittwoch geeinigt. Die Vereinbarung sieht folgende Einschränkungen vor, die ab 2. November bis zum Monatsende gelten:

Verschärfte Corona-Maßnahmen ab 2. November
Video [SR Fernsehen, aktueller bericht, 28.10.2020, Länge: 01:49 Min.]
Verschärfte Corona-Maßnahmen ab 2. November

Freizeiteinrichtungen

  • Theater, Opern- und Konzerthäuser, Museen, Messen, Kinos, Freizeitparks, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Bordelle, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen werden geschlossen.

Sport

  • Der Freizeit- und Amateursportbetrieb wird eingestellt. Davon ausgenommen ist der Individualsport.
  • Profisport findet im November nur noch ohne Zuschauer statt. Das gilt auch für die Fußball-Bundesliga.

Kontaktbeschränkungen

  • Der gemeinsame Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur noch Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes mit maximal zehn Personen erlaubt.
  • Verstöße dagegen werden von den Ordnungsbehörden sanktioniert.

Gastronomie

  • Restaurants, Bars, Diskotheken und Kneipen schließen.
  • Weiterhin möglich sind die Lieferung und Abholung von Speisen für den Verzehr zuhause.
  • Kantinen dürfen offen bleiben.

PRIVATE REISEN

  • Die Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - zu verzichten. Das gilt auch im Inland und für überregionale touristische Tagesausflüge. Übernachtungsangebote im Inland soll es im November nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke geben.

VERANSTALTUNGEN

  • Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden einen Monat lang untersagt.

Schulen und Kindergärten

  • Schulen und Kindergärten bleiben geöffnet.

Handel

  • Der Groß- und Einzelhandel bleibt unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen insgesamt geöffnet. In den Geschäften darf sich nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhalten.

Gesundheit und Körperpflege

  • Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massagepraxen schließen, weil hier der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.
  • Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Fußpflege bleiben weiter möglich.
  • Auch Friseure bleiben geöffnet.

HILFEN FÜR UNTERNEHMEN

  • Den von den Schließungen betroffenen Betrieben, Selbstständigen, Vereinen und Einrichtungen gewährt der Bund eine außerordentliche Wirtschaftshilfe, um sie für finanzielle Ausfälle zu entschädigen. Diese soll ein Finanzvolumen von bis zu zehn Milliarden haben. Der Bund wird auch Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern. Dies betrifft zum Beispiel den Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft und die Soloselbstständigen. Außerdem wird der KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten geöffnet und angepasst.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 28.10.2020 berichtet.

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