In einem Restpostenmarkt sind die Regale teilweise mit Folie abgedeckt. (Foto: picture alliance/dpa/ANP/Koen van Weel)

Warum einige Händler trotz Lockdown öffnen dürfen

  18.12.2020 | 16:29 Uhr

Auch im Corona-Lockdown dürfen einige Geschäfte weiterhin öffnen. Dazu zählen neben Lebensmittelhändlern unter anderem Drogerien und – unter Auflagen – Sonderpostenhändler. Das hat im Saarland teils für Irritationen gesorgt.

Drogerien dürfen, so sehen es die aktuellen Beschränkungen vor, weiterhin offen bleiben. Dabei dürfen sie auch ihr ganzes Sortiment anbieten, auch wenn das z. B. Parfums, Spielwaren oder Elektronikartikel umfasst. Entscheidend ist hier, dass das klassische Drogeriesortiment – Hygieneartikel, Lebensmittel usw. – überwiegt.

Die Parfümeriekette Douglas wollte sich das offenbar zunutze machen und ebenfalls als Drogerie geöffnet bleiben. Die Filialen in Saarbrücken und Neunkirchen waren offen. Die zuständigen Ordnungsämter machte dem jedoch schnell ein Ende.

Video [aktueller bericht, 18.12.2020, Länge: 3:35 Min.]
Kreatives Verkaufen im Corona-Lockdown

Auch Restpostenmärkte offen

Aber auch einige Restpostenmärkte bleiben offen – und das mit offizieller Genehmigung. Dazu gehören etwa die Ketten Thomas Philipps und Action, die mehrere Filialen im Saarland betreiben. Das Ordnungsamt der Stadt St. Wendel etwa teilte dem SR auf Anfrage mit, die Öffnung beider Filialen sei bekannt und vorher angemeldet worden.

Der Action-Markt in St. Wendel war am Mittwoch geschlossen, um das Sortiment umzuräumen. Seit Donnerstag werden dort nur noch Artikel des täglichen Bedarfs angeboten, die verkauft werden dürfen, also etwa Lebensmittel, Tierfutter, Drogerieartikel und Getränke. Gleiches teilte auch das Ordnungsamt St. Ingbert mit, wo Thomas Philipps ein Geschäft betreibt.

Supermärkte wie Globus, Kaufland oder Real dürfen im Saarland – anders als beim ersten Lockdown – auch ihr Mischsortiment verkaufen. Denn bei ihnen bilden nach Einschätzung des Gesetzgebers die Lebensmittel den Mittelpunkt des Sortiments.

Händler bieten Alternativen

Geöffnet sind zum Beispiel auch Babyfachmärkte. Andere Einzelhändler, die aufgrund des Lockdowns schließen mussten, bieten ihren Kunden Abhol- und Lieferdienste an (Click & Collect).

Ein Thema in der Sendung "aktueller bericht" am 18.12.2020.

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