Absperrung in einem französischsprachigen Testzentrum (Foto: picture alliance / abaca | Roses Nicolas/ABACA)

Moselle bei Neuinfektionen weit unter Landesschnitt

Axel Wagner   12.05.2021 | 11:26 Uhr

Nicht nur im Saarland, auch bei unseren direkten Nachbarn in Frankreich und Luxemburg entspannt sich die Corona-Lage weiter. Besonders das Département Moselle steht im Landesvergleich gut da.

Das Département Moselle nähert sich weiter der 100er-Marke: Nach Angaben der Gesundheitsbehörde ARS Grand Est vom Dienstag liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 109,5 und damit weit unter dem Regions- und Landesdurchschnitt. Seit Anfang Mai ist Moselle vom Robert-Koch-Institut nicht mehr als Virusvariantengebiet eingestuft, was den Grenzübertritt deutlich erleichtert.

Trend hält an

In Grand Est werden derzeit durchschnittlich 151,4 Fälle pro 100.000 Einwohner gezählt, landesweit sind es in Frankreich sogar 183,9. Auch bei den über 65-Jährigen steht Moselle mit einer Inzidenz von 68 im Regionsvergleich gut da. In Grand Est liegt der Wert bei 81, landesweit bei 91.

Seit Mitte April sinken die Fallzahlen in allen Départements der Region. In Moselle wurden am Montag 70 Neuinfektionen registriert, vergangene Woche waren es insgesamt 1134 neue Fälle.

Krankenhäuser weiter entlastet

Die Zahl der Krankenhauspatienten ging gegenüber Sonntag um 17 auf 372 zurück, darunter 14 neue Fälle. Bei den Intensivpatienten ist ein Rückgang um zehn auf 85 Fälle zu beobachten, bei zwei Neuzugängen.

Das zeigt sich auch bei der Auslastungskurve der Krankenhäuser. Sie ist in zwischen auf unter 90 Prozent gesunken, Tendenz weiter fallend. Die Zahl der Menschen, die in Moselle infolge einer Coronainfektion verstorben sind, steigt um elf auf 2343.

Gleiches Bild in Luxemburg

Auch im Großherzogtum Luxemburg stehen alle Zeichen weiter auf Entspannung. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei bei 145,4. Am Montag wurden 121 Personen positiv auf Covid 19 getestet. Als aktiv infiziert gelten 2233 Personen. Im Krankenhaus werden, Stand Montag, 82 Patienten, 30 Patienten liegen auf der Intensivstation. Auch hier sinken also die Zahlen, wenn auch bei den Intensivpatienten weniger stark.

Impfungen gehen weiter

Bei den Impfungen ist das Großherzogtum inzwischen bei 179.434 Personen angekommen, darunter 69.058 Zweitimpfungen. Die Impfquote liegt bei 27,98 bzw. 10,57 Prozent.

Im Département Moselle haben 28,8 Prozent der Menschen mindestens ihre erste Impfdosen erhalten, 298.790 Personen. Die Zweitimpfungen weist die Gesundheitsbehörde ARS Grand Est nicht gesondert aus. In der gesamten Region liegt die Impfquote bei 28,3 Prozent. Das soll sich mit Blick auf das anstehende lange Wochenende noch deutlich steigern.

Zum Vergleich: 37,5 Prozent der Saarländer haben nach Angaben des Robert-Koch-Instituts inzwischen ihre erste Impfung erhalten, 9,9 Prozent die zweite Dosis (Stand Dienstag).

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