Längst nicht alle Restaurants und Kneipen können ihre Gäste wieder bewirten. (Foto: SR/Sebastian Knöbber)

Saar-Gastronomie im April um 75 Prozent eingebrochen

  01.07.2020 | 16:11 Uhr

Dass die Gastronomie-Branche vom Corona-Lockdown besonders betroffen sein würde, war klar. Jetzt zeigen offizielle Zahlen das tatsächliche Ausmaß: Um 75 Prozent ist der Umsatz im April im Vergleich zum Vorjahresmonat eingebrochen.

Zunächst zeigt das Liniendiagramm nur einen leichten Abwärtstrend, dann stürzt es mit einem scharfen Knick Richtung Boden: Seit im März Restaurants und Kneipen wegen des Corona-Lockdowns schließen mussten, ist der Umsatz der Branche eingebrochen. Im März waren es laut dem statistischen Landesamt bereits 37,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, im April betrug das Minus ganze 74,1 Prozent.

Gut ein Drittel weniger Beschäftigte

Der Einbruch hatte auch schon kurzfristig Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl. Sie sank im April um 35,8 Prozent gegenüber 2019. Teilzeitbeschäftigte waren von der Krise besonders hart betroffen. Ihre Zahl wurde um fast die Hälfte reduziert (- 46 Prozent).

Mitte März mussten im Saarland zunächst Kneipen, dann auch Restaurant schließen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Mitte Mai konnten sie wieder öffnen, zunächst allerdings mit zahlreichen Einschränkungen. Die sind inzwischen fast alle gefallen, nur noch Abstandsregeln und eine Sperrstunde um 1.00 Uhr begrenzen den normalen Betrieb.

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