Eine Champagner-Flasche mit einer OP-Maske steht auf dem Tisch eines französischen Restaurants. (Foto: picture alliance / PHOTOPQR/OUEST FRANCE/MAXPPP | Vincent Michel / Ouest-France)

Rasanter Anstieg bei Corona-Fällen in Nachbarregionen

Axel Wagner   29.12.2021 | 22:33 Uhr

Angesichts des schnellen Anstiegs von Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante hat die französische Regierung weitere Einschränkungen für Ungeimpfte angekündigt. Auch in Luxemburg steigen die Corona-Zahlen rasant, das Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch über 1000 neue Fälle.

Sowohl Frankreich als auch das Großherzogtum Luxemburg verzeichnen einen rasanten Anstieg der Corona-Fallzahlen. Landesweit wurden in Frankreich innerhalb von 24 Stunden mehr als 200.000 Neuinfektionen registriert, doppelt so viele wie am Samstag. Das Luxemburger Gesundheitsministerium meldete im gleichen Zeitraum 1053 neue Fälle.

Corona in der Großregion

Besonders schlimm sieht es im Elsaß aus. Im Département Haut-Rhin lag die 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 641,6, in Bas-Rhin sogar bei 813,7. Das bestätigt auch die Auslastung der Intensivstationen mit Corona-Patienten. Nach den letzten verfügbaren Daten der Santé Publique France vom vergangenen Donnerstag lag sie in der Region Grand Est bei rund 60 Prozent – ein starker Anstieg seit Ende Oktober, der sich immer weiter beschleunigt hat.

Vor allem die Omikron-Variante scheint sich in der Region rasant auszubreiten. Die Santé Publique France geht derzeit für die Region Grand Est von einem Anteil von 17 Prozent an allen Corona-Fällen im Zeitraum zwischen dem 15. und 21. Dezember aus. Das Luxemburger Gesundheitsministerium bestätigte an Heiligabend 64 nachgewiesene Omikron-Fälle im Großherzogtum.

Restaurant und Kino nur mit Impfung

Ähnlich wie im Saarland werden auch bei unseren Nachbarn derzeit nur Teile der Tests auf die Virusvarianten hin analysiert. Die Santé Publique France setzt allerdings nach eigenen Angaben seit dem 20. Dezember eine neue Screening-Strategie ein, um Omikron-Fälle besser erkennen zu können.

Vor diesem Hintergrund haben die französischen Behörden zusätzlich zu den ohnehin schon beschlossenen Verschärfungen neue Einschränkungen für Ungeimpfte angekündigt. Künftig sollen nur noch Menschen mit vollständigem Impfschutz Zugang zu Restaurants, Kinos, Theatern und Museen haben. Das soll auch für Fernzüge und Inlandsflüge gelten. Ein negativer Test wird dort nicht mehr akzeptiert.

Boosterimpfungen stark gefragt

Doch es gibt auch gute Nachrichten. In Luxemburg-Stadt werden die Pop-Up-Impfzentren gestürmt, was der Impfkampagne einen Schub geben dürfte. Denn noch immer liegt die Quote der doppelt geimpften Luxemburger bei knapp unter 70 Prozent.

Geboostert sind im Großherzogtum inzwischen 30,42 Prozent aller Luxemburger. In Grand Est liegt die Quote der dreifach Geimpften bei 29,5 Prozent, im Département Moselle bei 30,6 Prozent. Zum Vergleich: Im Saarland sind 44,2 Prozent geboostert.

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