Speisekarte weist auf 2G-Regelung hin (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Kahnert)

Diskussion um Einführung von 2G

Carolin Dylla / Onlinefassung: Kasia Hummel   11.11.2021 | 17:19 Uhr

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen wird weiter über eine mögliche Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen diskutiert. Während die stellvertretende Ministerpräsidentin Rehlinger (SPD) forderte, über die Einführung der 2G-Regel nachzudenken, äußert sich Regierungschef Hans (CDU) momentan noch zurückhaltend. Der Corona-Experte Lehr schließt sogar einen neuen Lockdown nicht aus.

Die Infektionszahlen steigen weiter an und so wird erneut über eine mögliche Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen diskutiert. Dass man in der Landesregierung die Einführung von 2G in der Gastronomie vorbereite – das ist laut Regierungssprecher Alexander Zeyer zumindest im Moment noch zu viel gesagt.

Noch am Montag hatte sich die CDU-Fraktion im Landtag in der Landespressekonferenz deutlich gegen 2G ausgesprochen und betont, das sei momentan vor allem wegen der relativ geringen Hospitalisierungsrate nicht nötig.

Gleichzeitig betont Ministerpräsident Tobias Hans (CDU): Sollte sich die Lage auf den Intensivstationen verschärfen und die Belegzahlen dort steigen, werde man 2G für die Innenbereiche von Gastronomie oder Clubs einführen.

Rehlinger plädiert für 2G-Regelung

Hans‘ Stellvertreterin Anke Rehlinger (SPD) hatte bereits am Mittwoch im Spiegel gefordert, über die Einführung von 2G zum Beispiel in der Gastro oder eine Impf-Pflicht für Pflegeberufe nachzudenken.

Lehr hält Lockdown für möglich

Der Saarbrücker Professor für Klinische Pharmazie, Thorsten Lehr, dagegen glaubt, dass eine Verschärfung auf 2G nicht ausreiche – denn dadurch würden Kontakte nicht ausreichend eingeschränkt. Lehr sagte im SR-Interview, er rechne damit, dass man spätestens Ende des Monats in stark betroffenen Gebieten wieder über Lockdown oder Lockdown Light sprechen werde.

Infektionszahlen steigen weiter

Das RKI meldete am Donnerstag für das Saarland 360 neue Infektionen mit dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 152,1. Aktuell müssen im Saarland 79 Corona-Patienten stationär behandelt werden – 20 davon auf der Intensivstation.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.11.2021 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja