Corona-Antikörpertest (Foto: Marijan Murat/dpa)

Diese Corona-Tests gibt es

Florian Possinger / Onlinefassung: Axel Wagner   22.05.2020 | 19:35 Uhr

Es gibt zwei Methoden mit denen Wissenschaftler zurzeit feststellen, wie weit das Coronavirus in der Bevölkerung verbreitet ist. Wir stellen beide vor.

Zum einen sind da die Corona-Tests, die mittels Mund-Rachen-Abstrich funktionieren (PCR-Tests). Sie geben Auskunft, ob eine Person am Tag des Abstriches mit dem Virus infiziert war.

Der Test sagt jedoch nichts über die Tage nach dem Abstrich aus. Theoretisch müsste man in regelmäßigen Abständen testen, um zu wissen, ob man das Virus in sich trägt oder nicht. So wird es etwa in der Bundesliga gemacht, und solche Reihentests soll es laut neuem Pandemie-Gesetz nun unter anderem auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen geben – auf Kosten der Krankenkassen. 

Neu: Antikörpertests

Die zweite Methode, um die Ausbreitung des Virus einzuschätzen, sind Antikörpertests. Bei diesem Verfahren wird eine Blutprobe untersucht. Antikörper bilden sich rund 14 Tage nach Auftreten der Symptome. So lässt sich feststellen, ob eine Person in der Vergangenheit mit SARS-CoV2 – dem Coronavirus – infiziert war oder nicht.

Diese Testverfahren sind aber so neu, dass ihre Aussagekraft nicht vollständig nachgewiesen ist. Trotzdem wird dieses Verfahren jetzt im Saarland in einer Studie genutzt, um festzustellen, wie viele Menschen das Virus bereits überstanden haben. Wer privat einen Antikörpertest machen möchte, muss das selbst bezahlen. Die Kosten liegen meist bei 50 Euro aufwärts.

Über dieses Thema berichtete auch der aktuelle bericht im SR-Fernsehen am 22.05.2020.

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