Hotel-Rezeption (Foto: Stephanie Pilick/dpa)

Länder mehrheitlich für Beherbergungsverbot

mit Informationen von Matthias Braun   07.10.2020 | 20:08 Uhr

Vertreter von Bund und Ländern haben sich mehrheitlich auf ein Beherbergungsverbot für Reisende aus deutschen Corona-Risikogebieten verständigt. Wer aus einem Landkreis mit zu hohen Infektionszahlen kommt und keinen aktuellen negativen Test vorlegen kann, darf nicht in Hotels oder Pensionen übernachten.

Das Saarland hatte eine solche Regelung bereits Anfang Juni beschlossen, als es im Kreis Gütersloh einen größeren Ausbruch des Coronavirus gab. Doch nicht alle Bundesländer wollen mitmachen. Berlin etwa plant kein Beherbergungsverbot, und auch Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen behalten sich eigene Lösungen vor.

Teilweise Einigung zu Beherbergungsverbot
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 07.10.2020, Länge: 01:18 Min.]
Teilweise Einigung zu Beherbergungsverbot

Zu den Corona-Reisevorschriften innerhalb Deutschlands gibt es noch weitere Unterschiede. So gibt es in einigen Bundesländern Quarantäneregeln, in anderen nicht. Wer aus einem Hotspot zum Beispiel nach Schleswig-Holstein oder Rheinland-Pfalz einreist, muss sich grundsätzlich zunächst 14 Tage isolieren. Im Saarland gilt diese Regel nicht.

RKI-Risikogebiete nicht für alle maßgeblich

Hinzu kommt, dass nicht alle Länder die vom Robert Koch-Institut ausgewiesenen Risikogebiete als solche ansehen. So gilt zum Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern Berlin nicht als Risikogebiet, weil dort nur einzelne Bezirke betroffen sind. Niedersachsen oder Nordrhein-Westfalen benennen momentan gar keine innerdeutschen Risikogebiete, während sich das Saarland, Hessen oder Baden-Württemberg an den Angaben des RKI orientieren.

Grundsätzlich ist es also sinnvoll, sich weiterhin regelmäßig über die Ausweisung von innerdeutschen Risikogebieten beim Robert Koch-Institut und über die geltenden Regeln in den einzelnen Bundesländern zu informieren.

Über dieses Thema hat auch der aktuelle bericht im SR Fernsehen am 07.10.2020 berichtet.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja