Martin Welker (Foto: SR)

Saarbrücker Oberbürgermeister unterstützt Welker

Thomas Gerber   27.10.2020 | 16:06 Uhr

Uwe Conradt hält trotz der Aufregung rund um den Bau des Ludwigparkstadions zu GIU-Chef Martin Welker. Dem SR sagte der Saarbrücker Oberbürgermeister, Welker sei nach wie vor der geeignete Bewerber für das Amt des Baudezernenten. SPD und FDP fordern derweil eine Verschiebung der Wahl.

Eine Verschiebung der Wahl im Stadtrat sei angesichts der Herausforderungen, vor der die Stadt stehe, nahezu verantwortungslos, sagte der CDU-Politiker dem SR. Conradt hält damit an Martin Welker als seinem Wunschkandidaten für die Wahl des Baudezernenten und an dem dafür vorgesehenen Termin fest.

Stressresistent und durchsetzungsfähig

Gerade im Baubereich - wie etwa bei den Brandschutzproblemen in den Schulen - seien zahlreiche drängende Probleme zu bewältigen. Welker sei dafür der geeignete Bewerber. Nicht zuletzt bei der Fertigstellung des Ludwigsparkstadions und den dazu laufenden Auseinandersetzungen habe er gezeigt, dass er "stressresistent" und durchsetzungsfähig sei.

Den angekündigten juristischen Auseinandersetzungen mit der Firma Peter Gross Bau um angeblich noch ausstehende Zahlungen sehe er gelassen entgegen. Conradt hat nach eigenen Angaben derzeit keine Veranlassung, an den Darstellungen Welkers zu zweifeln, wonach erhebliche Baumängel aufgetaucht seien. Notfalls müssten dies die Gerichte klären, was in einem Rechtsstaat normal sei. Schließlich gehe es um das Geld des Steuerzahlers.

SPD und FDP fordern Verschiebung der Wahl

Der neue Baudezernent soll am Donnerstag nächste Woche im Stadtrat gewählt werden. SPD und FDP fordern eine Verschiebung der Wahl. Die SPD-Fraktion will beantragen, die Wahl frühestens im Dezember durchzuführen. Bei der Besetzung der Schlüsselstelle eines Baudezernenten für die nächsten zehn Jahre gehe Gründlichkeit vor Schnelligkeit.

Die Vorwürfe gegen Welker seien alles andere als ausgeräumt. Die Firma Peter Gross hat Welker inzwischen wegen Verleumdung angezeigt. Die von ihm behaupteten Baumängel bei den Betonarbeiten im Ludwigsparkstadion existierten nicht.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.10.2020 berichtet.

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