Ein Schüler hält einen negativen Antigen-Test (Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder)

SPD und CDU wollen weiter in Schulen auf Corona testen

mit Informationen von Denise Friemann   11.04.2022 | 16:29 Uhr

Die Testpflicht an den Schulen im Saarland sollte aus Sicht von SPD und CDU im Landtag weiter aufrechterhalten werden. Die AfD dagegen möchte die Testpflicht – wie in anderen Bundesländern bereits geschehen – abschaffen.

Die Pandemie sei noch nicht vorüber, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Ulrich Commerçon am Montag bei der Landespressekonferenz. Deshalb sei es gut, Frühwarnsysteme wie die Testpflicht an Schulen zu haben. Generell fordert Commerçon, dass der Bund den einzelnen Ländern wieder mehr Handlungsspielraum gebe, um Regeln zur Pandemiebekämpfung zu erlassen.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU, Dagmar Heib, befürwortet ebenfalls die Testpflicht an Schulen. Gerade bei den Jugendlichen und dem Lehrpersonal gebe es viele Erkrankungen. Das Testen sei eine angemessene Maßnahme, um dem entgegenzuwirken.

AfD für Eigenverantwortung statt Regeln

Ausdrücklich gegen eine Testpflicht und allgemein gegen alle Corona-Regeln spricht sich Josef Dörr, der Fraktionsvorsitzende der AfD, aus. Er plädiert dafür, mehr auf die Eigenverantwortung der Menschen zu setzen.

Keine anlasslosen Tests mehr in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gibt es seit dem 4. April keine verpflichtenden wöchentlichen Corona-Tests mehr für Schüler, stattdessen nur noch ein freiwilliges Angebot. Im Fall einer Infektion in einer Klasse gilt dort aber weiterhin eine fünftägige Testpflicht.

Das saarländische Bildungsministerium will die bestehende Testpflicht auch nach den Osterferien aufrecht erhalten, berichtet die Saarbrücker Zeitung. Allerdings soll die Zahl der wöchentlichen Tests reduziert werden. Genauere Details stehen noch nicht fest.

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