Schüler sitzen mit Maske im Unterricht (Foto: dpa/Matthias Balk)

CDU-Fraktion gegen Regelbetrieb nach den Schulferien

  01.01.2021 | 14:47 Uhr

Noch ist unklar, wie es nach dem 10. Januar an den saarländischen Schulen weitergeht. Die CDU-Fraktion im Landtag fordert "dringend den Plan B". Denn eine Rückkehr zum regulären Präsenzbetrieb könne es vorerst nicht geben. Die SPD weist die Forderungen zurück.

"Es wird dauern, bis alle Schüler wieder gleichzeitig in Präsenz unterrichtet werden können", sind die beiden Bildungspolitiker der CDU-Fraktion, Frank Wagner und Jutta Schmitt-Lang, überzeugt. Deshalb müssten schon jetzt die Vorbereitungen für Alternativen getroffen werden, um nach der für den 5. Januar geplanten Konferenz der Kultusminister keine Zeit zu verlieren.

Konkrete Rahmen mit Raum für individuelle Konzepte

Die beiden Politiker fordern, dass das vom Koalitionspartner SPD geführte Bildungsministerium klare Rahmenbedingungen vorgebe, den Schulen umgekehrt aber genügend "Beinfreiheit" lasse, ein spezifisches Konzept für ihre Schule zu entwerfen. "Wenn wegen hoher Krankenstände oder Quarantänezahlen in der Lehrerschaft Handlungsbedarf entsteht, die Beschulung umzustellen, sind flexible Lösungen statt pauschaler Anordnungen gefragt", sagt Schmitt-Lang.

Die beiden Politiker schlagen vor, zum Schulstart eine Themenwoche zu veranstalten. Ein Teil der Lehrerschaft solle dabei die Onlinebeschulung übernehmen, während ein Kernteam in der Schule Abläufe und Standards für den Wechselunterricht erarbeite.

SPD weist Forderungen zurück

Die SPD-Fraktion lehnt diesen Vorschlag ab. Es sei zudem unseriös, dass die CDU-Landtagsfraktion von der Bildungsministerin eine Langzeitstrategie fordere, obwohl der Ministerpräsident aus der eigenen Partei "zu Recht die Beratungen der Ministerpräsidentenkonferenz" abwarte, konterten die SPD-Bildungspolitiker Martina Holzner und Jürgen Renner. "Das weitere Vorgehen wird stark davon abhängig sein, wie sich das weitere Infektionsgeschehen nach den Feiertagen abbildet." Und es sei nicht die Schuld von Bildungsministerin Streichert-Clivot, dass über die Feiertage keine belastbaren Zahlen zum Infektionsgeschehen erhoben würden.

Lehrerverband und Gewerkschaft für Wechselunterricht

Zuvor hatten sich bereits der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband SLLV und die Gewerkschaft GEW dafür ausgesprochen, an den Schulen vorerst auf Wechselunterricht mit Präsenz- und Heimarbeitsphasen zu setzen.

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