Markus Söder (CSU) und Armin Laschet (CDU) (Foto: dpa / picture alliance / Michael Kappeler)

Saar-CDU-Fraktion hat keinen Favoriten im Kanzlerkandidaten-Rennen

mit Informationen von Janek Böffel   12.04.2021 | 17:59 Uhr

Die CDU-Fraktion im Landtag will sich in der Kanzlerkandidatenfrage der Union nicht für einen der beiden Bewerber aussprechen. Ohnehin müsste die eigentlich schon längst geklärt sein, kritisiert Fraktionschef Alexander Funk.

Kabarettist Florian Schroeder: "Im Zweifel sag ich, beide nicht"
Audio [SR 3, Interview: Frank Hofmann, 13.04.2021, Länge: 03:14 Min.]
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In Funks Augen hätten Laschet und Södert schon seit vier Monaten den Auftrag gehabt, sich zusammenzusetzen, damit die Union nicht plötzlich in der Öffentlichkeit mit zwei Kandidaten dastehe. Der Bundestagswahlkampf sei ohnehin schon schwer, deshalb gehe es darum, dass es keine Lager innerhalb der Partei gebe. Er hoffe, dass es eine einvernehmliche Regelung zwischen Söder und Laschet gebe, sagte Funk.

Die politische Konkurrenz kann da das Duell fast gelassen beobachten. Nachdem einst die beiden CSU-Kandidaten Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber von der CDU in schwierige Wahlen geschickt wurden, habe Söder den Spieß umgedreht und damit Laschet unter Druck gesetzt, so SPD-Fraktionschef Commerçon.

Die Linke sprach davon, dass ohnehin kein Kandidat für den Politikwechsel stehe, den man fordere, deshalb könne man die Lage einfach beobachten, so der parlamentarische Geschäftsführer Jochen Flackus. Am Schluss müssten es ohnehin die beiden unter sich ausmachen, konstatierte AfD-Fraktionschef Josef Dörr.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 12.04.2021 berichtet.

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