Annegret Kramp-Karrenbauer beim CDU-Werkstattgespraech in Berlin am 10.02.2019 (Foto: dpa/picture-alliance/Kay Nietfeld)

AKK-Vertrauter doch nicht Bundesgeschäftsführer

mit Informationen der dpa   24.06.2019 | 11:50 Uhr

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer verzichtet darauf, ihren Vertrauten Nico Lange zum Bundesgeschäftsführer zu machen. Stattdessen soll ein langjähriger Mitarbeiter der Parteizentrale den Posten übernehmen.

Statt Lange soll nun der der bisherige Leiter des Bereiches Zentrale Aufgaben in der CDU-Zentrale, Stefan Hennewig, neuer Bundesgeschäftsführer werden. Der 45-jährige werde eine Art Verwaltungschef im Konrad-Adenauer-Haus, hieß es.

Lange erhält stattdessen eine andere herausragende politische Position in der CDU. Kramp-Karrenbauer bündelt bei ihm die Bereiche Politische Planung, Strategie und Internationale Beziehungen. Die CDU-Chefin verkündete ihre Entscheidung in einer Mitgliederversammlung des Adenauerhauses und anschließend im Parteipräsidium.

Heftige Kritik an Lange

Im Adenauerhaus und in Teilen der Partei hatte es im Zusammenhang mit der Kampagne zur Europawahl und zum Umgang der Parteizentrale mit dem CDU-kritischen Video des Youtubers Rezo Kritik an Lange gegeben. So hatte der Landesverband Berlin der Jungen Union Lange wegen beider Punkte als untragbar bezeichnet.

Kramp-Karrenbauer hatte Lange als saarländische Ministerpräsidentin im Januar 2018 als Bevollmächtigten für Innovation und Strategie der Landesregierung in ihre Staatskanzlei nach Saarbrücken geholt. Nach ihrem Wechsel als CDU-Generalsekretärin folgte Lange ihr in die Parteizentrale.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 24.06.2019 berichtet.

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