Stephan Toscani (MdL, CDU) (Foto: IMAGO / BeckerBredel)

Saar-CDU fordert Schutzschirm für Energieversorger

  29.07.2022 | 13:55 Uhr

Um für eine drohende Energiekrise gewappnet zu sein, fordert CDU-Fraktionschef Toscani mehr Unterstützung durch die Landesregierung, vor allem für die Stadtwerke. Finanziell seien die Kommunen zu schwach aufgestellt, um eine mögliche Krise abzufangen. Deshalb müsse die Situation zur "Chefsache" werden.

Die Landesregierung müsse "endlich handeln", sagte der CDU-Politiker Stephan Toscani, und forderte einen Schutzschirm für die kommunalen Energieversorger im Saarland. Aufgrund der drohenden Gasknappheit und der damit einhergehenden Energiekrise drohe vor allem den Stadtwerken, anderenfalls in eine finanzielle Schieflage zu geraten.

Energiekrise "Chefsache"

Viele Stadtwerke seien aufgrund von langfristigen Lieferverträgen an die Kunden teils noch an niedrigere Verkaufspreise gebunden. Auf dem Gasmarkt werden für sie aber bereits "deutlich höhere Preise" fällig, erklärt der Fraktionsvorsitzende.

Die finanzielle Lage drohe, noch prekärer zu werden, wenn Privatkunden und Unternehmen ihre Rechnungen nicht mehr zahlen können.

Gleichzeitig könne eine solche Schieflage durch die ohnehin finanzschwachen Kommunen kaum aufgefangen werden. Es sei ein Schutzschirm durch die Landesregierung notwendig, das Thema müsse zur "Chefsache" werden. Denn "besonders Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen müssen wir in der Krise durch den Winter zu helfen", so Toscani.

"Gipfel Energiekrise" notwendig

"Das Saarland muss sich auf den Energiekrisen-Winter vorbereiten", sagt der Fraktionsvorsitzende. Seine Idee: ein saarländischer "Gipfel Energiekrise", bei dem "wie in Baden-Württemberg alle wichtigen Kräfte, wie Kommunen, Arbeitgeber und Gewerkschaften, Handwerk sowie Energieversorger und die Verbraucherschutzverbände an einem Tisch sitzen."

Die Saarbrücker Stadtwerke hatten zuletzt Gewinne verbuchen können. Wie sich die Situation im Winter auf die finanzielle Lage der kommunalen Energieversorger auswirken wird, lässt sich noch kaum vorhersagen.

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