Chemieplattform Carling (Foto: Lisa Huth/SR)

Carling soll besser über Störfälle informieren

Lisa Huth   30.04.2021 | 18:14 Uhr

Die Vorsitzende des Umweltausschusses im saarländischen Landtag, Fretter, fordert von der Chemieplattform in Carling mehr Transparenz. Ein Störfall vom 19. April sei nur per Fax übermittelt worden. Fretter fordert stattdessen eine digitale Informationsmöglichkeit.

Informationen über Vorfälle auf der Chemieplattform Carling würden nur auf antiquierte Weise per Fax verschickt, sagte Petra Fretter nach einer Sitzung des Umweltausschusses dem SR. In den entsprechenden Verwaltungen würden Faxe außerhalb der Bürozeiten oder an Wochenenden aber nicht eingesehen.

Darum solle ein sogenanntes Dashboard auf einer Seite im Internet installiert werden, so der Vorschlag der CDU-Fraktion. Dort könnten die täglichen Werte veröffentlicht werden, außerdem Infos darüber, welche Höchstwerte nicht überschritten werden dürfen und wann es kritisch wird. Auch Verhaltensregeln für verschiedene Gefahrensituationen könnten beschrieben werden.

Bürgerinitiative schaltete sich ein

Das Dashboard sollte in Zusammenarbeit der deutschen und französischen Seite entstehen, so Fretter. Bei der nächsten Sitzung der lokalen Umweltkommission CLIS zu Carling soll der Vorschlag diskutiert werden.

Am 19. April hatte es einen Vorfall mit dem gesundheitsschädlichen Stoff Styrol gegeben. Es kam dabei zu erhöhten Werten mit der Freisetzung eines schwachen Geruchs. Eine kritische Marke wurde nicht erreicht. Die Bürgerinitiative „Saubere Luft im Warndt“ hatte direkt nach dem Vorfall gefordert, die Warndtbevölkerung müsse besser informiert werden.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 30.04.2021 berichtet.

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