St. Josef Krankenhaus in Dudweiler (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Werden Abteilungen der Dudweiler Klinik Ende 2022 verlegt?

Mit Informationen von Steffani Balle   20.09.2022 | 16:05 Uhr

Mehrere Abteilungen des Krankenhauses St. Josef in Dudweiler sollen offenbar schon in diesem Jahr auf den Rastpfuhl verlegt werden. Eigentlich ist die Schließung der Klinik erst für das Jahr 2025 geplant. Der Betreiber CTS will darüber Gespräche mit Gesundheitsminister Jung führen.

Das von der Caritas betriebene Krankenhaus St. Josef in Dudweiler soll eigentlich 2025 schließen. Nun sollen offenbar mehrere Abteilungen des Krankenhauses ins Caritas-Klinikum St. Theresia auf dem Saarbrücker Rastpfuhl verlegt werden - und das schon Ende dieses Jahres.

Eine Sprecherin des Betreibers, der Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken (CTS), bestätigte dem SR, dass diese Option geprüft wird. Es werde aber noch ein Gespräch mit Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) darüber geben. Jung zufolge soll dann auch besprochen werden, um wie viele Abteilungen es geht, um welche und wann genau.

Krankenhäuser im Saarland: Ein Überblick von Steffani Balle
Audio [SR 3, Steffani Balle und Nadine Thielen, 20.09.2022, Länge: 03:46 Min.]
Krankenhäuser im Saarland: Ein Überblick von Steffani Balle

Energiepreis und Personalmangel als Gründe

Ein Grund für die vorgezogene Verlegung sind nach Angaben des Betreibers CTS die Energiepreise. Wenn in dem alten Gebäude zwei Etagen nicht geheizt werden müssten, dann sei das schon eine enorme Einsparung. Zum anderen fehle auf dem Rastpfuhl – wie in allen Kliniken im Land – Personal.

Die Pflegekräfte und Ärzte, die in Dudweiler eingespart würden, könnten 1:1 auf dem Rastpfuhl weitermachen und dort dafür sorgen, dass wieder mehr Betten in Betrieb genommen und wieder mehr Operationen durchgeführt werden könnten. Nach Angaben der Trägergesellschaft ist bei der CTS rund ein Viertel aller Klinikbetten gesperrt, weil zu wenig Personal da ist.

Gespräche über weiteres Vorgehen beim Evangelischen Krankenhaus am Mittwoch

Über diese Idee soll mit Minister Jung gesprochen werden. Zudem führt Jung am Mittwoch mit der Leitung der Kreuznacher Diakonie Gespräche zum weiteren Vorgehen beim Evangelischen Krankenhaus in Saarbrücken. Dann soll auch die Frage geklärt werden, wie die innerstädtische medizinische Versorgung in der Landeshauptstadt nach der Schließung des Evangelischen Krankenhauses gewährleistet werden soll.

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