Demonstration von Calypso-Beschäftigten und -Gästen in Saarbrücken (Foto: Sarah Sassou)

Demo für Erhalt der Calypso-Arbeitsplätze

mit Informationen von Sarah Sassou   10.07.2020 | 17:49 Uhr

In Saarbrücken haben am Freitag Mitarbeiter und Gäste des insolventen Spaßbades Calypso für den Erhalt der Arbeitsplätze demonstriert. Nach Angaben der Stadt laufen derzeit Gespräche mit Interessenten, die das Bad möglicherweise betreiben wollen.

Für die rund 100 Beschäftigten des Saarbrücker Calypso wird die Zeit knapp. Der Betriebsratsvorsitzende Manfred Huber erklärte, dass bis Ende Juli noch Insolvenzgeld gezahlt werde. Sei bis dahin kein neuer Betreiber für das Spaßbad gefunden, seien alle verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erst einmal arbeitslos.

Demonstration für Saarbrücker Calypso
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 11.07.2020, Länge: 02:57 Min.]
Demonstration für Saarbrücker Calypso

Um darauf aufmerksam zu machen, dass sie unbedingt im Calypso weiterarbeiten wollen, hatten sie sich auf dem Platz vor der Kongresshalle versammelt. Mit bunten Schwimmnudeln und Plakaten wollten sie zeigen: Ihr Bad ist systemrelevant. Das Freizeitbad ist im Stadtgebiet von Saarbrücken das einzige mit Sportbecken und daher für viele Saarbrücker Schwimmvereine Trainingsort. Der Saunabereich ist in der Region bekannt und zieht auch viele Franzosen an.

Stadt will, dass Mitarbeiter übernommen werden

Die Bedeutung des Calypso für die Bürger ist auch der Stadtverwaltung bewusst. Die Landeshauptstadt als Eigentümerin des Bades hatte es an den bisherigen Betreiber Vivamar verpachtet. Stadtsprecher Thomas Blug sagte, man wolle zum einen das Bad als Sport- und Freizeiteinrichtung erhalten. Zum anderen strebe man einen Übergang der bestehenden Arbeitsverhältnisse an. Es liefen Verhandlungen mit Interessenten.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 10.07.2020 berichtet.

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