Hintergründe der Schließung von Eifler in Nohfelden (Foto: SR)

Niederlage für ehemalige Eifler-Mitarbeiter

Peter Sauer / Onlinefassung: Axel Wagner   28.04.2020 | 15:29 Uhr

Das Landesarbeitsgericht Saarbrücken hat die Klage eines ehemaligen Mitarbeiters des Kabelbaum-Produzenten Eifler zurückgewiesen. Für viele der rund 100 ehemaligen Beschäftigen des Nohfeldener Unternehmens dürfte das Urteil richtungsweisend sein.

Die zentrale Frage in dem Rechtsstreit: Gab es nach dem Verkauf der Dieter Eifler GmbH & Co. KG an die slowenische Cablex-Gruppe im April 2018 einen Betriebsübergang? Dann wären die Kündigungen nämlich nicht wirksam. Für das Landesarbeitsgericht gab es diesen Betriebsübergang auf die neu gegründete Firma Cablex DE GmbH in Schweich aber nicht.

Drei Viertel in der Kabelbaum-Produktion

Denn laut Gericht waren rund drei Viertel der 100 Arbeitsplätze im Bereich Kabelbaum-Produktion angesiedelt. Da die Produktion in Nohfelden aber komplett eingestellt wurde und die Firma Cablex DE GmbH sich schwerpunktmäßig um den Vertrieb kümmert, wies das Gericht die Klage zurück.

Cablex-Anwalt Georg Wohlleben sagte dem SR, das Gericht habe alle Argumente der Gegenseite nachhaltig ausgeräumt. Durch dieses Grundsatzurteil hätten auch die 30 noch ausstehenden Kündigungsschutzklagen keine Aussicht auf Erfolg. Rechtsanwalt Patrick Hillen, der rund ein Dutzend der ehemaligen Eifler-Mitarbeiter vertritt, kündigte gegenüber dem SR an, in die zweite Instanz gehen zu wollen.

Über dieses Thema hat auch die SR3 Region am Nachmittag vom 28.04.2020 berichtet.

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