Busfahrer streiken (Foto: Pasquale d´Angiolillo)

Busfahrerstreiks: Verbraucherzentrale fordert Ersatzregelung

  09.10.2019 | 19:49 Uhr

Angesichts der andauernden Busfahrerstreiks sieht die Verbraucherzentrale des Saarlandes den Gesetzgeber in der Pflicht. Zentralenchef Martin Nikolay sagte im SR-Interview, gerade vor dem Hintergrund der Klimaschutz-Diskussion seien Ersatz- und Gewährleistungsregelungen nötig.

Kunden der saarländischen Verkehrsbetriebe, die aufgrund des Busfahrer-Streiks ihre gekauften Karten nicht nutzen können, haben derzeit das Nachsehen. „Man hat tatsächlich keinen Anspruch gegen die Unternehmen, und das macht es für die Menschen schwierig“, so Nikolay.

Video [aktueller bericht, 09.10.2019, Länge: 3:36 Min.]
Interview mit Martin Nikolay (Verbraucherzentrale) zum Busfahrerstreik

Die Rechtslage sei hier anders als etwa bei der Bahn oder bei Flügen, wo europäische Ersatzregelungen gelten. Beim Busverkehr, stellte Nikolay klar, begründeten Abweichungen vom Fahrplan durch Betriebsunterbrechung keine Ersatzansprüche.

Abokarteninhabern bleibt immer noch die Möglichkeit, einen Schlichter einzuschalten - in dem Fall die Schichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) in Berlin. „Der Betroffene muss sich zuvor an das Unternehmen gewandt haben und dort keine oder eine nicht zufriedenstellende Antwort bekommen haben“, erklärt SÖP-Geschäftsführer Heinz Klewe das Vorgehen. Dann könne man auf der Internetseite ein Formular ausfüllen und damit einen Antrag stellen. Das Ganze ist für Verbraucher kostenlos.

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Über dieses Thema hat auch der „aktuelle bericht“ vom 09.10.2019 berichtet.

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