Streikende Busfahrer  (Foto: SR)

Busfahrer-Streik in Rheinland-Pfalz

dpa   27.01.2020 | 10:35 Uhr

Wer am Montag in Rheinland-Pfalz mit dem Bus fahren will, muss mit Ausfällen und Verspätungen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter privater Busunternehmen zum Streik aufgerufen. Auch einzelne Linien im Saarland sind betroffen.

Wegen eines Streiks von Mitarbeitern privater Busunternehmen müssen Pendler und Schüler an diesem Montag voraussichtlich erneut Geduld mitbringen. Die Aktion sollte nach Angaben der Gewerkschaft Verdi mit Beginn der Frühschicht gegen 3.00 Uhr beginnen und bis Mitternacht dauern. Bestreikt werden sollen am Montag alle Standorte des Unternehmens DB Regio Bus Rhein-Mosel sowie Niederlassungen von DB Regio Bus Mitte.

Betroffen sind Verdi zufolge unter anderem Mainz, die Region Ingelheim, Speyer, Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Zweibrücken und Worms. Auch in den Regionen um Bernkastel-Kues, Bad Neuenahr und Bad Breisig sind Streiks geplant. Zudem will die Gewerkschaft Mitarbeiter der privaten Busunternehmen zu einem Demonstrationszug vor dem Wirtschaftsministerium in Mainz versammeln.

Der Streik hat auch Auswirkungen auf einzelne Linien im Saarland. So kommt es laut Verdi vor allem auf der Strecke zwischen Kusel und Homburg, die von DB Regio Mitte betrieben wird, zu Störungen. Verspätungen und Ausfälle gibt es außerdem auch beim Grenzverkehr im Raum Zweibrücken und im Raum St. Wendel.

Verdi fordert ÖPNV-Index

Verdi fordert die Einführung des sogenannten ÖPNV-Indexes nach dem Vorbild Hessens. Dort wird der öffentliche Nahverkehr vom Land bezuschusst. Auch Tarifsteigerungen würden zum Teil ausgeglichen, teilte Verdi mit. Bereits am Freitag hatte die Gewerkschaft zum Streik aufgerufen. Dabei kam es vor allem im Überlandverkehr zu Ausfällen und Verspätungen.

Verdi fordert unter anderem eine Bezahlung unfreiwilliger Pausen zwischen den Fahrten für die mehr als 9000 Beschäftigten privater Busunternehmen. Zudem will die Gewerkschaft ein 13. Monatsgehalt, mehr Urlaubsgeld sowie höhere Zuschläge für Nacht-, Feiertags- und Wochenendarbeit durchsetzen. Neben privaten Busunternehmen betreffen die Verhandlungen auch Speditionen, Logistikunternehmen sowie Kurier-, Express- und Postdienstleister.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 27.01.2019 berichtet.

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