Bus der Saarbahn an der Uni (Foto: Saarbahn/Pressefoto)

Busfahrer-Streiks abgewendet

  10.11.2018 | 08:55 Uhr

Im Saarland kommt es zu keinen Streiks der Busfahrer kommunaler Betriebe. Die Gewerkschaft Verdi und der kommunale Arbeitgeberverband konnten sich auf einen neuen Manteltarifvertrag einigen.

Es war bereits die fünfte Verhandlungsrunde und sie dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Dann einigten sich Gewerkschaft und Kommunaler Arbeitgeberverband. Die rund 1000 Busfahrer der kommunalen Verkehrsunternehmen im Saarland sollen mehr Geld bekommen. Verdi-Verhandlungsführer Christian Umlauf sagte dem SR, die Jahressonderzahlung steige in diesem Jahr auf 55 Prozent, ab kommendem Jahr auf 60 Prozent. Das entspräche rund 1000 Euro mehr pro Jahr. Die Zuschläge für Überstunden steigen von 20 auf 25 Prozent.

Weiter würden die Busfahrer nach acht und 25 Jahren jeweils eine Entgeltstufe höher gruppiert. Und sie bekommen mehr Urlaub: Nach drei und sechs Jahren jeweils einen zusätzlichen Tag. Zudem wird für die Mitarbeiter in den Werkstätten die Funktionszulage erstmals seit 2008 angepasst. Verdi-Sekretär Umlauf sprach von einem "sehr guten Abschluss".

"Bis an die Grenzen des Machbaren"

Die Arbeitgeber sind nach eigenen Angaben bis "an die Grenzen des Machbaren" für die Betriebe gegangen. "Dabei war es uns natürlich auch wichtig, die Arbeits- und Entgeltbedingungen der Beschäftigten spürbar zu verbessern", sagte die Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbandes, Barbara Beckmann-Roh. Streiks sind damit vom Tisch. Für die hatten sich zuvor bei einer Urabstimmung 92 Prozent der Busfahrer ausgesprochen.

Am Mittwoch waren bereits Streiks bei den privaten Busunternehmen im Saarland abgewendet worden. Verdi und der Landesverband Verkehrsgewerbe verständigten sich darauf, Tarifverhandlungen aufzunehmen. Ein konkreter Termin steht  dazu aber noch nicht fest.

Über dieses Thema haben auch die Hörfunknachrichten vom 10.11.2018 berichtet.

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