Busfahrgäste  (Foto: dpa/Jan Woitas)

Tarifeinigung im ÖPNV

Sarah Sassou / Onlinefassung: Sandra Schick   16.10.2019 | 13:32 Uhr

Im Tarifstreit der kommunalen Busfahrer haben die Gewerkschaft Verdi und die kommunalen Arbeitgeber gestern eine Einigung erzielt. Heute stimmen die Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe über das Tarifangebot ab. Sprechen sich 25 Prozent dafür aus, fahren die Busse morgen wieder.

Die Busse könnten bald wieder rollen
Audio [SR 1, Christian Balser, Kerstin Mark, Sarah Sassou, 16.10.2019, Länge: 02:22 Min.]
Die Busse könnten bald wieder rollen

Am Nachmittag wird das Ergebnis der Urabstimmung erwartet. Sprechen sich 25 Prozent der Beschäftigten der kommunalen Verkehrsbetriebe in Saarlouis, Völklingen, Neunkirchen und Saarbrücken für eine Beendigung des Streiks aus, fahren die kommunalen Busse morgen wieder.

Gewerkschaft und Arbeitgeber haben sich gestern auf einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von vier Jahren mit vier Stufen geeinigt. Bis zum Jahr 2022 wird so das Einstiegsgehalt für Busfahrer auf 2800 Euro erhöht. Rückwirkend zum 1. Oktober erhalten die Busfahrer 127 Euro mehr pro Monat. Außerdem gibt es eine Einmalzahlung von 500 Euro. In den kommenden drei Jahren erhöhen sich Löhne und Gehälter jeweils um 100 Euro monatlich. Auch für Auszubildende gibt es mehr Geld, insgesamt 270 Euro.

Beruf soll dadurch attraktiver werden

Für die beiden Tarifparteien war es ein zähes Ringen um Ergebnisse. So zeigten sich Arbeitgeber und Gewerkschafter erleichtert, als sie am Dienstagabend das Ergebnis in Saarbrücken verkündeten. Barbara Beckmann-Roh vom Kommunalen Arbeitgeberverband betonte, dass man über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Verkehrsbetriebe hinausgegangen sei, die Verkehrbetriebe könnten sich die Mehrausgaben eigentlich nicht leisten. Christian Umlauf von Verdi äußerte sich zufrieden über das Ergebnis der Tarifverhandlungen. Man sei stolz darauf, dem Berufs des Busfahrers so wieder zu mehr Attraktivität zu verhelfen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 15.10.2019 berichtet.

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