Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. (Foto: IMAGO / Political-Moments)

Bundeswirtschaftsminister Habeck drängt auf Pläne für Ford-Zukunft

  22.06.2022 | 16:51 Uhr

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck forderte von Ford "zeitnah konkrete Pläne für die Zukunft des Werks in Saarlouis". Der Konzern sei als Eigentümer des Werkes, Arbeitgeber und bedeutender Automobilhersteller im größten europäischen Automobilmarkt Deutschland in einer besonderen Verantwortung.

Während die Kritik gegen das Ford-Management im Saarland weiter wächst, hat sich nun auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in die Diskussion um das Vorgehen des Konzerns eingeschaltet.

Mithin sieht er den Autobauer nach der Entscheidung gegen Saarlouis in der Verantwortung für den Standort. "Ich erwarte von Ford gemeinsam mit dem Betriebsrat, zeitnah konkrete Pläne für die Zukunft des Werks in Saarlouis und seine Beschäftigten auf den Tisch zu legen", sagte Habeck am Mittwoch.

Für die vielen Beschäftigten von Ford und für die gesamte betroffene Region sei es nun wichtig, dass es möglichst rasch Klarheit über eine konkrete und belastbare Perspektive für den Standort Saarlouis gebe.

Großes Bedauern

Ford stehe als Eigentümer des Werkes, als Arbeitgeber und als bedeutender Automobilhersteller im größten europäischen Automobilmarkt Deutschland in einer besonderen Verantwortung, so Habeck. Er bedaure die Entscheidung des Konzerns demnach sehr.

"Das Werk in Saarlouis, die Belegschaft von Ford Deutschland und die Landesregierung im Saarland haben in Abstimmung mit der Bundesregierung Ford in einer außerordentlichen, gemeinsamen Anstrengung ein substantielles und sehr attraktives Angebot vorgelegt." Daher sei die Entscheidung gegen Saarlouis für die Region und die Menschen vor Ort eine große Enttäuschung.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.06.2022 berichtet.

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