Fahne: HIL (Foto: SR)

Beraterverträge: Von der Leyen räumt Fehler ein

Axel Wagner / mit Informationen von dpa   24.10.2018 | 15:24 Uhr

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat in der Affäre um den Einsatz externer Berater Fehler eingeräumt. Die Bundeswehr war wegen der freien Vergabepraxis bei deren Verträgen, die auch bei der HIL-Panzerwerkstatt in St. Wendel angewandt wurde, in die Kritik geraten.

„Die Art und Weise, wie die Beratungsleistungen abgerufen worden sind, war in Teilen nicht in Ordnung. Da müssen wir ran“, sagte von der Leyen dem Magazin „Stern“. Außerdem kündigte sie an, in ihrem Ministerium eine zentrale Vergabestelle einzurichten und die Fachaufsicht über nachgeordnete Ämter zu stärken, weil dort ein Großteil der Vergaben laufe.

Das Verteidigungsministerium war angesichts des Einsatzes externer Berater jüngst durch einen Bericht des Bundesrechnungshofes unter Druck geraten. Dabei ging es um millionenschwere Verträge, die rechtswidrig vergeben wurden. Ähnlich war die Bundeswehr wohl auch bei den HIL-Werken vorgegangen, die unter anderem in St. Wendel eine Panzerwerkstatt betreiben. Dort waren für 42 Millionen Euro Berater ohne europaweite Ausschreibung eingekauft worden.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 24.10.2018 berichtet.

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