Ein Programmierer beim entwickeln eines Computerspiels (Foto: dpa/Marek Majewsky)

Bundesregierung fördert Videospiele

Florian Mayer   23.11.2018 | 15:20 Uhr

Die Bundesregierung reserviert im neuen Haushalt 50 Millionen Euro für die Entwicklung von Computerspielen – für Deutschland eine enorme Fördersumme. Videospielverbände und Entwickler feierten die Entscheidung. Ein Teil davon soll auch ins Saarland fließen.

600.000 Euro – so viel stecken, am Steueraufkommen der Saarländer gerechnet, in den 50 Millionen, die der Bund ab dem kommenden Jahr für die Computerspielförderung ausgeben will. Da wäre es wünschenswert, wenn ein solcher oder vielleicht sogar größerer Betrag auch für die Videospielentwicklung ins Saarland fließen würde, meint Uwe Conradt, Leiter der Landesmedienanstalt Saar, im SR-Interview.

Zwar fehlten noch genaue Details, wie die Förderung ausgestaltet sein soll. Conradt könnte sich aber den Vorschlag des Branchenverbandes Game gut vorstellen, der eine automatisierte Förderung vorsieht. Das heißt: Ein Spiel wird per Kulturtest auf Förderungsfähigkeit geprüft und erhält je nach Art und Entwicklungsaufwand einen festen Förderbetrag – eine laut Conradt für das Saarland als Entwicklungsstandort besonders gute Methode.

Mit dem Game Award Saar hat das Saarland seit diesem Jahr auch bereits eine eigene Förderung. Für den Preis haben sich innerhalb von sechs Wochen elf Entwickler beworben. Die Gewinner in den Kategorien „Bestes Spiel“, „Bester Prototyp“ und „Gründerpreis“ werden am 19. Dezember bekannt gegeben. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3 Rundschau vom 23.11.2018 berichtet.

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