Bundeskanzler Olaf Scholz vor Fotografen in Neunkirchen am 18.03.2022 (Foto: SR)

Scholz wirbt in Neunkirchen für klimaneutralen Stahl

Daniel Weiland   18.03.2022 | 17:47 Uhr

Bundeskanzler Olaf Scholz ist in Neunkirchen mit der saarländischen SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger aufgetreten. Vor Ort warb er für klimaneutralen Stahl - und "eine richtige industrielle Revolution".

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat an diesem Freitag das Saarland für eine Wahlkampfveranstaltung mit SPD-Kandidatin Anke Rehlinger vor der Landtagswahl am 27. März besucht.

Scholz warb in Neunkirchen für mehr erneuerbare Energien. Strom ohne Beeinträchtigung des Klimas zu produzieren sei die Aufgabe der Zukunft.

Das gehe auch mit einer moderneren Industrie: "Es ist notwendig und möglich, dass wir Stahl in Deutschland produzieren, ohne dass wir dafür fossile Brennstoffe verbrauchen", sagte Scholz. Dafür brauche es aber "eine richtige industrielle Revolution".

Kein Militäreinsatz in Ukraine

In seiner Rede hatte Scholz zuvor den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine scharf verurteilt und herausgestellt, dass es kein Krieg der russischen Bevölkerung sei, sondern der des russischen Präsidenten: "Es ist Putins Krieg, der hier gestoppt werden muss".

Olaf Scholz betonte allerdings, dass es keine militärische Beteiligung am Krieg in der Ukraine geben werde. Das wäre eine "dramatische Bedrohung für den Frieden in der Welt", sagte Scholz.

Geflüchteten sagte er Solidarität zu. Kommunen und Bund "werden das gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes bewältigen", sagte Scholz.

Werbung für Coronamaßnahmen

Der Bundeskanzler verteidigte in Neunkirchen auch erneut die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie. Gegnern der Coronaregeln sagte er, die Pandemie sei nicht zu besiegen, wenn man nur an sich selbst denke.

Dass es einigen egal sei, wenn sie andere Leute anstecken, nannte Scholz "eine unvertretbare Haltung".

Im Vorfeld seines Auftritts hatten laut Polizei etwa 50 Menschen versucht, die Veranstaltung zu stören, darunter auch Impfgegner. Die Polizei habe zunächst Auflagen erteilt, die Gruppe dann aber vom Platz drängen müssen, weil sie die Auflagen nicht einhielten und die Veranstaltung "massiv" störten.

Unter anderem hatten am Rande der Veranstaltung auch Landwirte gegen die hohen Dieselpreise protestiert, dies allerdings friedlich.

Zuvor Besuch in Kaiserslautern

Am Freitagmittag hatte Scholz in Kaiserslautern das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz besucht. Anschließend traf er im Polizeipräsidium Westpfalz in Kaiserslautern Kollegen und Kolleginnen der bei einem Einsatz in Kusel erschossenen Polizisten und trug sich ins Kondolenzbuch ein.

Vor Ort würdigte der die Leistung der Polizei: „Als Bundeskanzler und auch als ehemaliger Innensenator bin ich sehr stolz auf unsere Polizei. Sie leisten Enormes. Dafür danke ich Ihnen von Herzen“, sagte Scholz.

Scholz warb in Neunkirchen für klimaneutralen Stahl
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 19.03.2022, Länge: 03:15 Min.]
Scholz warb in Neunkirchen für klimaneutralen Stahl

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.03.2022 berichtet.

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