Ein älterer Mann streicht eine Wand (Foto: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)

Bundesbank schlägt Rente mit 69 vor

Mit Informationen von dpa   21.10.2019 | 14:57 Uhr

Die Bundesbank regt an, das Rentenalter bis 2070 auf 69 Jahre und vier Monate anzuheben. So solle die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung gesichert werden, heißt es im Monatsbericht für den Oktober.

Auch internationale Organisationen wie die EU-Kommission, der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hätten nahegelegt, "das Rentenalter mit steigender Lebenserwartung anzuheben".

Neuregelung soll Rente sichern

Nach Berechnungen der Bundesbank würde der Geburtsjahrgang 2001 ab Mai 2070 dann mit 69 Jahren und vier Monaten regulär in Rente gehen. Die Notenbank argumentierte, eine solche Regelung würde nicht nur die Rentenkasse entlasten, sondern über eine höhere Erwerbstätigkeit auch das gesamtwirtschaftliche Potenzial stützen.

Das jüngste Rentenpaket der Bundesregierung sichert bis 2025 das Absicherungsniveau bei 48 Prozent ab - dieses markiert das Verhältnis der Rente zum Durchschnittslohn. Zudem soll bis 2025 der Beitragssatz zur Rentenversicherung nicht über 20 Prozent des Einkommens steigen. Experten rechnen danach mit einem sinkenden Rentenniveau und steigenden Beiträgen, wenn nicht gegengesteuert wird.

tagesschau.de
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Die Rente mit 67 war lange umkämpft. Doch seit ihrer Einführung ist die Lebenserwartung weiter gestiegen. Experten halten daher eine erneute Anhebung für nötig. Die Bundesbank hat nun eine konkrete Zahl vorgeschlagen.

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