Gewerbegebiet Lisdorfer Berg (Foto: SR/Patrick Wiermer)

BUND gegen Erweiterung des Lisdorfer Berges

  06.04.2021 | 13:02 Uhr

Nachdem in Saarlouis die Bürgerabstimmung zur Erweiterung des Industriegebiets Lisdorfer Berg begonnen hat, hat sich der Naturschutzbund BUND erneut gegen die Pläne ausgesprochen. Die Stadtratsfraktionen von CDU, SPD und FDP sowie die IG Metall Völklingen sind für die zusätzlichen Flächen. Die Grünen lehnen die Maßnahme ab.

Der BUND Saar hat nach eigenen Angaben "erhebliche Bedenken" gegen die Erweiterungspläne und appelliert an die Saarlouiser Bürgerinnen und Bürger, der Erweiterung nicht zuzustimmen.

Klimaschutz wichtiger

Auch aus Gründen des Klimaschutzes müsse die weitere Inanspruchnahme und Versiegelung von Freiflächen für Gewerbe und Industrie beschränkt werden, so Christoph Hassel, Landesvorsitzender des BUND Saar. Stattdessen sollten bereits erschlossene Industrie- und Gewerbegebiete wie die Industriefläche des ehemaligen Kraftwerksgeländes im benachbarten Ensdorf genutzt werden.

Auf dem Lisdorfer Berg fänden sich zudem noch große zusammenhängende Flächen, die als "Offenland" einen großen ökologischen Wert hätten. Für derart massive Eingriffe an dieser Stelle sei "kein wirksamer Ausgleich" mehr möglich. Außerdem nannte der BUND noch eine höhere Wärmebelastung in den angrenzenden Ortsteilen als Grund für die Ablehnung.

CDU, SPD und FDP dafür

Die CDU tritt für eine Erweiterung um 50 Hektar ein, die SPD will die Fläche dagegen nur um 35 Hektar erweitern. Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) hofft auf Platz für ansiedlungswillige Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen. Im Masterplan Industrieflächen führt das Ministerium die Erweiterung des Lisdorfer Bergs als wichtiges Gelände an.

Ein Thema in der Sendung "aktuell" im SR Fernsehen am 06.04.2021.

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