Spaziergänger geht spazieren (Foto: picture alliance/Kirchner)

Kontakte auf ein Minimum beschränken

  17.11.2020 | 06:50 Uhr

Zum Eindämmen der Corona-Pandemie rufen Bund und Länder die Bürger auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Auf diesen Appell verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Montag in ihrer Videokonferenz.

Lange haben Bund und Länder diskutiert, doch eine Entscheidung über striktere Beschränkungen soll erst nächste Woche fallen. Dennoch der dringende Appell von Bundeskanzlerin Angela Merkel und auch von Saar-Ministerpräsident Tobias Hans (CDU): Kontakte drastisch runterfahren und, wo immer es geht vermeiden.

Hans bedauert Uneinigkeit über die zukünftige Coronastrategie (17.11.2020)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 17.11.2020, Länge: 01:38 Min.]
Hans bedauert Uneinigkeit über die zukünftige Coronastrategie (17.11.2020)

Verzicht auf private Feiern

Bürger sollten auf private Feiern am besten verzichten, die Kontakte auf Angehörige eines festgelegten weiteren Haushaltes beschränken. Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein. Das alles sind Appelle, keine Vorschriften.

Bund und Länder rufen zu weiterer Kontaktbeschränkung auf
Audio [SR 3, (c) SR, 17.11.2020, Länge: 03:17 Min.]
Bund und Länder rufen zu weiterer Kontaktbeschränkung auf

Am Wochenende hatte Hans deutlich gemacht, dass aus seiner Sicht eine Verschärfung der Maßnahmen notwendig sei. Eine Meinung, die unter den Länderchefinnen und -chefs offensichtlich nicht mehrheitsfähig war. Stattdessen wollen sie nun in der kommenden Woche über neue Regeln entscheiden.

Umfrage zu den Ergebnissen des Coronagipfels
Audio [SR 3, Lisa Krauser, 17.11.2020, Länge: 01:32 Min.]
Umfrage zu den Ergebnissen des Coronagipfels

"Wir haben nur dann eine Chance, wenn wir dem Virus sein Futter entziehen. Deshalb bitte ich alle Menschen im Saarland, jenseits von Ge- und Verboten, das eigene Verhalten auf den Prüfstand zu stellen und wann immer es möglich ist, auf Zusammenkünfte zu verzichten", teilte Hans am Montagabend mit.

Zudem sollen sich Menschen mit Atemwegserkrankungen von ihrem Arzt telefonisch krankschreiben lassen. Die Ärzte sollen auch klären, ob ein Corona-Test erforderlich ist.

Vergünstigte FFP2-Masken

Eine weitere Maßnahme: Bund und Länder wollen besonders gefährdete Menschen mit FFP2-Masken vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus bewahren. Über 65-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sollen insgesamt 15 dieser Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können. Die Kosten übernimmt der Bund.

Ergebnisse der Bund-Länder-Gespräche (16.11.2020)
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 16.11.2020, Länge: 01:17 Min.]
Ergebnisse der Bund-Länder-Gespräche (16.11.2020)

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 16.11.2020 berichtet.

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