Schaumberger Hof (Foto: SR)

Bürgermeister verteidigt Schaumberger Hof als Flüchtlingsunterkunft

Patrick Wiermer / Onlinefassung: Thomas Braun   23.11.2022 | 08:01 Uhr

Der Tholeyer Bürgermeister Andreas Maldener (CDU) hat die Kritik des Saarländischen Flüchtlingsrats an der Wiedereröffnung des Schaumberger Hofs als Flüchtlingsunterkunft zurückgewiesen. Der Flüchtlingsrat hatte unter anderem die abgeschiedene Lage der Unterkunft kritisiert.

Nach der Kritik des Flüchtlingsrates an der abgeschiedenen Lage des Schaumberger Hofes hat CDU-Bürgermeister Maldener unter anderem auf die Busanbindung verwiesen. Zwischen 9.00 Uhr und 18.00 Uhr gebe es täglich zehn Busverbindungen zu dem Hof. Sollten in der Unterkunft auch schulpflichtige Kinder untergebracht werden, bemühe man sich um weitere Lösungen.

Maldener widerspricht auch der Aussage des Rates, dass die Kommunen noch über ausreichend Wohnungen verfügten. Die Angebote privater Vermieter seien in den vergangenen Monaten rückläufig.

Darüber hinaus müsse der Wohnraum auch geeignet sein, wenn es etwa um die Unterbringung von Familienverbünden gehe. Die Aussage des Flüchtlingsrats decke sich daher nicht mit der Realität in vielen Kommunen, so Maldener weiter.

Platz für 38 Geflüchtete

Die Gemeinde Tholey plant ab Dezember bis zu 38 Ukrainerinnen und Ukrainer im Schaumberger Hof unterzubringen. Bis zum Jahr 2020 betrieb das Land die Einrichtung als Vorclearingstelle für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Dann wurde sie aus „wirtschaftlichen“ Gründen vom Sozialministerium geschlossen.

Über dieses Thema berichtete die SR 3 Rundschau am 23.11.2022.


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