Christine Jung (Foto: Jochen Heyd/SPD St. Johann)

SPD schickt Christine Jung ins Rennen

Christoph Grabenheinrich   05.12.2019 | 15:01 Uhr

Die Saarbrücker SPD hat eine eigene Kandidatin für das Amt des Bürgermeisters aufgestellt. Bei der Wahl im Stadtrat am kommenden Dienstag wird die 36-jährige Christine Jung ins Rennen gehen. Die Stadtverordnete ist Referatsleiterin im Wirtschaftsministerium und wurde einstimmig vom Kreisvorstand sowie der Stadtratsfraktion nominiert.

Sie lebe und arbeite seit Jahren in Saarbrücken, wolle mithelfen, die Stadt weiter zu gestalten, begründete Jung ihre Kandidatur. Ihr Ziel sei es, die Wirtschaftsförderung zu stärken, mehr Wohnraum, Kitas und Schulen zu schaffen und mehr Fördermittel für die Stadtentwicklung zu generieren. Im Wirtschaftsministerium habe sie sich jahrelang um das Management von Fördermitteln gekümmert.

Die SPD wolle in Saarbrücken nicht nur inhaltliche, sondern auch personelle Alternativen anbieten, erklärte der Kreisvorsitzende der Partei, Ulrich Commerçon. Das gehöre zur Demokratie dazu. Jung habe die nötige Führungserfahrung und hohe Kompetenzen im Finanzbereich. Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Mirco Bertucci, hält Jung deshalb für hervorragend qualifiziert. Als eine der beiden größten Fraktionen im Stadtrat habe man den Anspruch, die Stadt weiter mitzugestalten.

"Gefahr des Stillstands in Saarbrücken"

Um gewählt zu werden, müsste Jung allerdings auch Stimmen aus den Reihen der Jamaika-Koalition bekommen, für die die grüne Stadträtin Barbara Meyer-Gluche antritt. Vor allem die CDU-Stadträte müssten sich genau überlegen, worauf sie sich einlassen, mahnt der SPD-Kreisvorsitzende Commerçon. Bei einem Zweckbündnis, dem es nur darum gehe, die Posten untereinander aufzuteilen, drohe die Gefahr des Stillstands in Saarbrücken.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 05.12.2019 berichtet.

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