Symbolbild: Die Flaggen von Großbritannien und der EU (Foto: Kirsty O'connor/PA Wire/dpa)

Großbritannien verlässt die EU

mit Informationen von Karin Mayer   31.01.2020 | 07:44 Uhr

Großbritannien verlässt in der Nacht von Freitag auf Samstag die Europäische Union. Vollständig erledigt ist der Brexit damit jedoch noch nicht. Für die export-orientierte Saar-Wirtschaft ist der beschlossene EU-Austritt der Briten ein Rückschlag.

In einer Übergangsphase bis zum Ende des Jahres verhandeln London und Brüssel noch über die politischen Beziehungen. Gibt es dann kein Handelsabkommen, droht erneut ein harter Brexit.

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Video [SR Fernsehen, aktueller bericht, 31.01.2020, Länge: 01:34 Min.]
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Saarländerin in London: "Das Land ist wirklich gespalten"
Audio [SR 3, Interview: Simin Sadeghi / Miriam Klein, 31.01.2020, Länge: 02:26 Min.]
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Der Brexit stellt auch die export-orientierte Saar-Wirtschaft vor Herausforderungen. Laut Industrie- und Handelskammer geht der Wert der Ausfuhren schon seit der Brexit-Entscheidung im Jahr 2016 zurück – allein im vergangenen Jahr um 16 Prozent. Trotzdem bleibt Großbritannien demnach für das Saarland zweitwichtigster Handelspartner. Vor allem Autos und Fahrzeugteile werden dorthin verkauft.

Auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) nannte den Brexit einen harten Schlag. Bereits die Debatte um den Austritt Großbritanniens aus der EU, habe zu spürbaren Einbrüchen geführt. Die saarländische Landesregierung werde mit den Kammern die Unternehmen unterstützen, etwa mit angepassten Förderprogrammen.

Großbritannien war 47 Jahre lang Mitglied in der EU und ihren Vorgänger-Organisationen.

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