Baustellenplakat Industriegebiet Lisdorfer Berg (Foto: SR)

Bürgerbefragung zum Lisdorfer Berg geplant

Karin Mayer    22.03.2021 | 07:05 Uhr

Die Stadtratsfraktionen von CDU, SPD und FDP in Saarlouis setzen sich gemeinsam für eine moderate Erweiterung des Industriegebietes Lisdorfer Berg ein. Nun sollen die Bürgerinnen und Bürger befragt werden.

Die CDU tritt nach eigenen Angaben für ein ökologisches Industrie- und Gewerbegebiet auf einer Fläche von 50 Hektar ein. Es solle mit Freiflächen, sowie Fassaden- und Dachbegrünung gestaltet werden. Die SPD im Stadtrat will die Fläche dagegen nur um 35 Hektar erweitern. Die FDP hat sich für eine zügige Erweiterung des Industriegebiets Lisdorfer Berg ausgesprochen. 

Video [aktueller bericht, 22.03.2021, Länge: 2:52 Min.]
Pressekonferenz zur Einwohnerbefragung in Saarlouis

Das letzte Wort sollen aber die Bürgerinnen und Bürger per Briefwahl haben, sagt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende in Saarlouis, Marc Speicher. Die Unterlagen für die Abstimmung sollten in den nächsten Tagen verschickt werden.

Grüne und BUND Saar dagegen

Weil die Grünen die Maßnahme ablehnen, konnte sich die schwarz-grüne Stadtratskoalition in der Frage nicht einig werden. Auch der BUND Saar hat die Pläne zur Erweiterung des Industriegebietes Lisdorfer Berg kritisiert. Der Landesverband befürchtet, dass dadurch für angrenzende Regionen eine größere Wärmebelastung entstehen könnte.

Erweiterung Lisdorfer Berg: Jetzt sind die Bürger gefragt
Audio [SR 3, Karin Mayer, 22.03.2021, Länge: 03:11 Min.]
Erweiterung Lisdorfer Berg: Jetzt sind die Bürger gefragt

Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) hofft auf Platz für ansiedlungswillige Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen. Im Masterplan Industrieflächen führt das Ministerium die Erweiterung des Lisdorfer Bergs als wichtiges Gelände an.

Der Platz könnte zum Beispiel für die Ansiedlung von Zulieferern für die Batteriefabrik SVolt genutzt werden. Das Ministerium kann 65 Millionen Euro in neue Industrieflächen investieren. Die Planungshoheit darüber liegt aber bei den Kommunen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 22.03.2021 berichtet.

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