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Bundesvorstand ermahnt Saar-Linke

Thomas Gerber / Onlinefassung: Anne Staut   29.10.2019 | 14:02 Uhr

Der Berliner Bundesvorstand der Linken hat den Landesverband in einem Brandbrief aufgefordert, zur politischen Arbeit zurückzukehren. Kritisiert wird in dem Brief außerdem die Mitgliederverwaltung der Saar-Linken.

In dem Schreiben von Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler und Bundesschatzmeister Harald Wolf an die Landesvorstandsmitglieder und die Kreisvorsitzenden heißt es, dass die Konflikte bei den Saar-Linken nicht dazu angetan seien, neue Mitglieder zu werben oder Menschen zu motivieren, die Linken zu wählen.

Ausschluss von 150 Mitgliedern nötig

Zugleich wird in dem Brief auf "ernsthafte Probleme" bei der Mitgliederverwaltung hingewiesen. Mitglieder, die seit sechs Monaten keine Beiträge mehr gezahlt hätten, müssten aus der Partei ausgeschlossen werden. Dies sehe die Satzung so vor und müsse "endlich konsequent und transparent" umgesetzt werden. Schindler und Wolf gehen in ihrem Brief davon aus, dass derzeit gut 150 Mitglieder der Saar-Linken eigentlich aus der Partei ausgeschlossen werden müssten.

Bundesgeschäftsführer Schindler sagte dem SR, es habe inzwischen ein Gespräch mit dem neuen Landesvorsitzenden Thomas Lutze gegeben. Dieser habe zugesagt, die Mitgliederlisten bis Ende des Jahres zu bereinigen. Schindler appellierte sowohl an die Landespartei als auch an die Landtagsfraktion, bestehende Konflikte beizulegen und gemeinsam für eine linke Politik im Saarland zu streiten.

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