Eine Wohnkomplex wird fertiggestellt (Foto: dpa)

Bouillon will Wohnungsbau fördern

Carolin Dylla   06.08.2019 | 16:38 Uhr

Bauminister Klaus Bouillon (CDU) hat beim Sommergespräch in der Staatskanzlei Details vorgestellt, wie die Landesregierung bezahlbaren Wohnraum schaffen will. Insgesamt soll es fünf unterschiedliche Programme geben.

Bouillon und der soziale Wohnungsbau im Saarland
Audio [SR 3, Carolin Dylla, 06.08.2019, Länge: 03:02 Min.]
Bouillon und der soziale Wohnungsbau im Saarland

Fünf Programme hat Bauminister Klaus Bouillon aufgelegt – dafür stehen insgesamt 60 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Bund zur Verfügung. Die Hälfte davon, also rund 30 Millionen, fließt in ein bereits laufendes Programm für bezahlbaren Wohnraum, das sich vor allem an die städtischen Wohnungsbaugesellschaften richtet.

Laut Bouillon haben seit dem Start im vergangenen August sechs Städte Geld für Projekte beantragt. Für 108 Wohnungen seien die Mittel schon bewilligt. Die andere Hälfte der Bundesmittel teilt sich auf vier Programme auf. Die sollen unter anderem Kommunen und Privatpersonen unterstützen, wenn sie Leerstände kaufen oder abreißen wollen.

Junge Familien sollen profitieren

Auch junge Familien sollen kräftig von Bauzuschüssen profitieren, so Bouillon: Bis zu 35.000 Euro an Barzuschüssen für eine Familie mit vier Kindern könnte es demnach geben. Die Richtlinien sollen ab September auf der Website des Ministeriums zu finden sein.

Das Maßnahmenpaket macht aus Sicht von Klaus Bouillon sozialen Wohnungsbau in einem Umfang möglich, den es bisher im Saarland nicht gab. Allerdings ist eine wichtige finanzielle Frage noch nicht vollends geklärt: Nämlich, wie es mit den Bundesmitteln dafür ab dem kommenden Jahr aussieht.

Sommergespräch
Bouillon weist Gewerkschaftskritik zurück
Innenminister Klaus Bouillon weist die Kritik der Polizeigewerkschaften an der Personalsituation bei der saarländischen Polizei zurück. Der CDU-Politiker sagte im Sommergespräch, es sei nie so viel in die Polizei investiert worden wie in seiner Amtszeit.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 06.08.2019 berichtet.