Gewalt gegen Polizisten (Foto: dpa)

Bouillon will härtere Strafen bei Gewalt gegen Einsatzkräfte

  17.06.2020 | 06:46 Uhr

Saarlands Innenminister Klaus Bouillon (CDU) hat seine Forderungen nach härteren Strafen bei Gewalt gegen Einsatzkräfte erneuert. Auf der Innenministerkonferenz in Erfurt will sich Bouillon heute gemeinsam mit seinem hessischen Kollegen Peter Beuth (CDU) für eine Verschärfung des Strafmaßes einsetzen.

Bereits im Jahr 2015 hatten die beiden CDU-Minister auf der Innenministerkonferenz für eine Verschärfung des Strafmaßes plädiert, allerdings konnte keine Einigung erzielt werden.

Polizei im Fokus

"Gerade die Vorfälle in jüngster Zeit insbesondere die Angriffe gegen die Polizei zeigen, dass es dringend notwendig ist, die Mindeststrafe auf sechs Monate anzuheben", sagte Bouillon. Die Zahl der Opfer habe sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht.

Aggressivität nimmt zu

Waren im Jahr 2018 noch 1331 Polizisten Opfer von Gewalttaten, waren im Jahr 2019 bereits 1454 Beamte betroffen. "Das ist eine Entwicklung, die wir schnellstmöglich aufhalten müssen, denn sie zeigt, dass die Auswirkungen der Angriffe sowie die Aggressivität eindeutig zunehmen", so Bouillon. Die Täter müssten spüren, dass sie konsequent zur Verantwortung gezogen werden und eine harte Strafe erfahren.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.06.2020 berichtet.

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