Kinder, die an einer Demonstration gegen Coronamaßnahmen teilnehmen. (Foto: IMAGO / aal.photo)

Bouillon hält kleine Kinder bei Demos für "sehr schwierig"

  04.01.2022 | 09:20 Uhr

Das saarländische Innenministerium sieht die Demonstrationen gegen die Einführung einer Corona-Impflicht mit Sorge. Vor allem, dass immer mehr Familien mit Kindern an den Protestaktionen teilnehmen, ist laut Minister Bouillon problematisch.

Bisher sei man im Saarland mit Blick auf die Corona-Demos noch glimpflich davon gekommen, teilte das Innenministerium mit. Auch der Protestzug am Sonntag mit mehr als 5500 Menschen ging laut Polizei ohne größere Zwischenfälle vonstatten. Allerdings wisse man nicht, wie sich die Demos bei anhaltender Pandemie entwickeln.

Kleine Kinder als "Schutzschilder"

Innenminister Klaus Bouillon (CDU) sieht es vor allem als Problem an, dass immer mehr Familien mit kleinen Kindern zu den Demonstrationen kämen. "Dann rufen die einen, die Polizei soll härter durchgreifen. Wie will ein Polizist - das sind ja selber junge Familienväter und -Mütter - eingreifen, wenn kleine Kinder als Schutzschild hochgehalten werden. Eine sehr schwierige Situation", sagte Bouillon.

Ein Problem sei zudem, dass Rechtsextreme und Reichsbürger die Demonstationen unterwanderten. Bisher sei die Radikalisierung im Saarland jedoch noch gering.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.01.2022 berichtet.

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