Bosch, Homburg (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Bosch-Mitarbeiter protestieren gegen Arbeitszeitverkürzung

Karin Mayer   11.03.2020 | 10:34 Uhr

Die Beschäftigten von Bosch in Homburg wehren sich gegen eine Verkürzung der Arbeitszeit im Werk. Das Unternehmen verlangt diesen Schritt offenbar im Rahmen der Standortverhandlungen.

Forderungen des Bosch-Betriebsratsvorsitzenden
Video [SR.de, Karin Mayer, 11.03.2020, Länge: 00:59 Min.]
Forderungen des Bosch-Betriebsratsvorsitzenden

32 Stunden pro Woche, ohne Lohnausgleich, fünf Jahre lang – das verlangt der Bosch-Konzern von den Beschäftigten im Diesel-Werk. Nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden Oliver Simon fordert das Unternehmen die Arbeitszeitverkürzung als Beitrag der Belegschaft für die Zusage neuer Produkte am Standort.

Das sei Gegenstand der laufenden Standortverhandlungen, so der Betriebsratsvorsitzende. Die Arbeitnehmervertretung habe einen Gegenvorschlag gemacht. Bei den Standortverhandlungen wird heute ein Bereichsvorstand aus der Konzernzentrale am Tisch sitzen.

Stellenabbau seit Jahren

Bosch-Mitarbeiter protestieren gegen Arbeitszeitverkürzung
Audio [SR 3, Karin Mayer, 11.03.2020, Länge: 02:50 Min.]
Bosch-Mitarbeiter protestieren gegen Arbeitszeitverkürzung

Ein Unternehmenssprecher sagte dem SR, Ziel sei die Standortvereinbarung bis Ende März abzuschließen. Er bestätigte, dass derzeit über eine Reduzierung der Arbeitszeit in Homburg gesprochen wird.

Bei Bosch in Homburg werden seit Jahren Stellen abgebaut. Aktuell sind nach Informationen des Betriebsrats 3600 Mitarbeiter im Werk beschäftigt. Das Unternehmen spricht von 3800 Beschäftigten.

Erst in der vergangenen Woche hatte der Betriebsrat sich dafür eingesetzt, mit Komponenten für Brennstoffzellen in Serienproduktion zu gehen.

Über dieses Thema haben auch die SR Hörfunknachrichten vom 11.03.2020.

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