Ein Standort der Firma Bosch  (Foto: SR)

Bosch: Betriebsrat sorgt sich um Standort Homburg

mit Informationen von Mirko Tomic   25.09.2018 | 20:14 Uhr

Die Betriebsräte des Automobilzulieferers Bosch haben an die Geschäftsführung appelliert, den Standort Homburg zu erhalten. Das wurde bei einer Konferenz der Betriebsräte am saarländischen Standort bekannt. Deutliche Worte fand auch die rheinland-pfälzische Regierungschefin Malu Dreyer (SPD).

In der Forderung heißt es, in Homburg müssten endlich weitere Produkte gefertigt werden, statt wie bisher allein auf Dieselkomponenten zu setzen. Hintergrund ist die Affäre um gefälschte Schadstoffwerte bei Dieselautos. Dadurch steht die Technik stark in der Kritik. "Wir brauchen endlich auch intelligente Produkte, um nicht auf dem Verbrennungsmotor hängen zu bleiben und die Leute weiter beschäftigen zu können", sagte der Betriebsratsvorsitzende Oliver Simon.

Aber dieser Wandel kostet. Und bisher zeigt sich der Konzern nicht großzügig, was alternative Investitionen in Homburg betrifft. Hier werden jährlich Millionen Injektoren für Dieselmotoren gefertigt. So viele werden seit der Dieselkrise aber nicht mehr nachgefragt. Trotzdem setzt Bosch in seinen neuen Produktionslinien weiterhin auf die altbewährten Technologien.

Dreyer appelliert an Bosch

Das ist auch der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer, SPD, ein Dorn im Auge. Denn knapp die Hälfte der 4300 Mitarbeiter bei Bosch in Homburg kommt aus Rheinland-Pfalz. "Ich möchte das Verhalten des Managements nicht kommentieren. Aber klar ist, dass alternative Produkte hierher müssen, so wie es Gewerkschaft und Betriebsrat fordern, wenn der Standort hier eine Zukunft haben soll. Deshalb meine Bitte an die Geschäftsführung, das auch zu tun", so Dreyer.

Über dieses Thema wurde auch im aktuellen bericht vom 25.09.2018 berichtet.

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