Bosch-Logo auf dem Firmengebäude (Foto: SR)

Personalabbau bei Bosch in Homburg geht weiter

Thomas Braun / mit Informationen von Yvonne Schleinhege und der dpa   09.05.2019 | 13:42 Uhr

Im Homburger Bosch-Werk wird der Personalabbau vorerst fortgeführt. Das wurde bei einer Pressekonferenz des Konzerns am Donnerstag bekannt. An allen seinen Standorten will Bosch künftig verstärkt in den Klimaschutz investieren. Mit zwei Milliarden Euro sollen die Standorte energiesparender gestaltet werden.

Weiterhin wird Personal im Homburger Werk abgebaut. Man hängt an der Dieseltechnologie und hier ist der Absatz weiterhin rückläufig, sagte Bereichsvorstand Uwe Gackstatter. Man biete den Mitarbeitern Vorruhestandsregelungen an. Der Betriebsrat schätzt, dass schon im Sommer erstmals unter 4000 Mitarbeiter in Homburg beschäftigt sein werden. In besseren Zeiten waren es einmal rund 5000 Beschäftigte.

Video [aktueller bericht, 09.05.2019, Länge: 2:49 Min.]
Jahresbilanz von Bosch

Künftig werden in Homburg auch Musterteile für die Brennstoffzelle gefertigt. Doch wie viele Mitarbeiter das in Homburg mittelfristig halten kann, ist vollkommen offen.

Rekordumsatz im vergangenen Jahr

Bosch will Klimaschutzkonzern werden
Audio [SR 3, (c) Yvonne Schleinhege, 09.05.2019, Länge: 03:17 Min.]
Bosch will Klimaschutzkonzern werden

Im vergangenen Jahr hat der Bosch-Konzern seinen Umsatz um 2,2 Prozent auf einen neuen Höchstwert von 78,5 Milliarden Euro gesteigert. Für das laufende Jahr wird aber nur noch ein kleines Plus erwartet. Nach Steuern verdiente Bosch 2018 etwa 3,6 Milliarden Euro - nach 3,3 Milliarden Euro im Vorjahr.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 09.05.2019 berichtet.

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