Schriftzug "rexroth A Bosch Company" (Foto: Imago Images/ Manfred Segerer)

Bosch Rexroth-Mitarbeiter kämpfen für Homburger Werk

Mit Informationen von Yvonne Schleinhege   21.09.2020 | 17:44 Uhr

Nach dem angekündigten Stellenabbau bei Bosch Rexroth in Homburg haben sich am Montag die Beschäftigten zur Betriebsversammlung getroffen. Die Gewerkschaft IG Metall und der Betriebsrat wollen dafür kämpfen, den Personalabbau doch noch zu verhindern. Das Unternehmen bleibt bei seinen Plänen.

Video [aktueller bericht, 21.09.2020, Länge: 3:39 Min.]
Betriebsversammlung bei Bosch Rexroth in Homburg

Mit einem schwarzen Sarg wollten die Beschäftigten bei der Betriebsversammlung am Montag ein Zeichen setzen. Darauf eine Todesanzeige "Bosch-Rexroth-Werk Homburg - geboren 2002, gestorben 2025".

Bosch Rexroth: Betriebsrat und IG Metall wollen sich gegen Stellenabbau wehren
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 21.09.2020, Länge: 02:58 Min.]
Bosch Rexroth: Betriebsrat und IG Metall wollen sich gegen Stellenabbau wehren

Bosch Rexroth plant, die Industriehydraulik-Sparte nach Bayern zu verlagern. Dadurch sollen in Homburg bis Ende 2025 gut 150 Jobs wegfallen – das sind fast ein Drittel der Beschäftigten.

Der Betriebsrat befürchtet, dass das Werk dann nicht mehr wirtschaftlich ist, der Standort "langsam ausblutet" und am Ende geschlossen werden muss. Dieses "Sterben auf Raten" will man nicht zulassen, so Betriebsratschef Stephan Huber.

Das Management von Bosch-Rexroth will an dem geplanten Stellenabbau in Homburg festhalten. Werksleiter Jan-Peter Bosch sagte dem SR, die Verlagerung der Industriehydraulik-Sparte werde wie geplant erfolgen.

555 Mitarbeiter in Homburg

Das Management hat bereits angekündigt, das der Stellenabbau sozialverträglich geschehen soll, etwa über Altersteilzeit und Vorruhestand. Bei Bosch Rexroth in Homburg wurden seit 2015 bereits 200 Jobs gestrichen – aktuell hat das Werk 555 Mitarbeiter.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 21.09.2020 berichtet.

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