Der Angeklagte Karlheinz Blessing, ehemaliger Konzernpersonalvorstand von VW, sitzt bei Prozessauftakt in der Stadthalle Braunschweig. (Foto: picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg)

Blessing in Untreue-Prozess freigesprochen

  28.09.2021 | 17:44 Uhr

Im Prozess um möglicherweise überhöhte Zahlungen an Betriebsratsmitglieder von Volkswagen ist der frühere Chef der Dillinger Hütte und von Saarstahl, Karlheinz Blessing, freigesprochen worden. Ihm und den anderen angeklagten Personalmanagern sei kein strafbares Verhalten nachzuweisen, urteilte das Landgericht Braunschweig.

Das Landgericht Braunschweig folgte in seinem Urteil im Untreue-Prozess gegen die VW-Manager nicht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die hatte für Bewährungs- und Geldstrafen plädiert. Stattdessen sprach das Gericht die vier angeklagten Personalmanager frei, weil den Angeklagten aus Sicht des Landgerichts kein strafbares Verhalten nachzuweisen war.  

Schaden in Millionenhöhe

In dem Verfahren vor dem Landgericht Braunschweig ging es um die Frage, ob die angeklagten Personalmanager in den Jahren 2011 bis 2016 veranlasst hatten, dass besonders einflussreiche Betriebsratsmitglieder unangemessen hohe Bezüge erhielten. Dadurch seien dem Konzern in dieser Zeit mehr als fünf Millionen Euro Schaden entstanden.

Auch der ehemalige Konzernpersonalvorstand Karlheinz Blessing musste sich in diesem Zusammenhang vor Gericht verantworten. Sein Anwalt Hanns Feigen hatte im vergangenen Jahr bereits angekündigt, auf Freispruch zu plädieren.

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau am 28.09.2021 berichtet.

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