Demonstration gegen die Bistumsreform vor dem Trierer Dom (Foto: SR/Oliver Buchholz)

Viele Katholiken sehen Bistumsreform kritisch

  04.10.2019 | 07:40 Uhr

Eine Mehrheit der knapp 1,4 Millionen Katholiken im Bistum Trier lehnt die geplante Strukturreform ab. Zu diesem Ergebnis kommt laut einem Zeitungsbericht eine repräsentative Umfrage der bistumskritischen Initiative "Kirchengemeinde vor Ort", die heute vorgestellt werden soll.

"Wir verlangen, dass die Bistumsreform ausgesetzt wird""
Audio [SR 3, Interview: Gerd Heger / Harald Cronauer, 04.10.2019, Länge: 04:02 Min.]
"Wir verlangen, dass die Bistumsreform ausgesetzt wird""

Knapp zwei Drittel der Befragten glauben, dass sich die regionale Kirche durch die Strukturreform letztlich selbst abschaffe. Das berichtet die Saarbrücker Zeitung vorab. Und von den 160.000 ehrenamtlich tätigen Gläubigen will sich mehr als ein Drittel in den künftigen Großpfarreien nicht mehr engagieren.

Zu einem ähnlichen Ergebnis war auch eine im August veröffentlichte Umfrage des Bistums selbst unter den Gremien und Mitarbeitern der Pfarreien gekommen. Mehr als ein Drittel der Befragten bewertete die Pfarreienreform darin negativ oder sogar sehr negativ. Nur knapp ein Drittel äußerte sich positiv.

Erste Großpfarreien starten im Januar

Nach den Reformplänen sollen die 887 Kirchengemeinden im Bistum Trier bis 2022 zu 35 Großpfarreien zusammengelegt werden. Die ersten 15 sogenannten Pfarreien der Zukunft gehen am 1. Januar an den Start. Hier sind bereits die Pfarrer und ein Großteil der künftigen Leitungsteams benannt. Die übrigen 20 Großpfarreien sollen bis spätestens 2022 folgen.

Über dieses Thema berichteten auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.10.2019.

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