Der Dom in Trier (Foto: picture alliance/dpa/Werner Baum)

Viel Skepsis bei Bistumsreform

Christine Pfeiffer   19.08.2019 | 12:58 Uhr

Die geplante Pfarreienreform im Bistum Trier stößt bei mehr als jedem dritten kirchlich Engagierten auf Skepsis. Das geht aus einer Anhörung des Bistums hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Kollegengespräch: "Es gibt nur 32 Prozent, die das Ganze positiv sehen"
Audio [SR 3, Kollegengespräch: Siegfried Lambert/Oliver Buchholz, 19.08.2019, Länge: 03:01 Min.]
Kollegengespräch: "Es gibt nur 32 Prozent, die das Ganze positiv sehen"

37 Prozent der Befragten bewerten die Pfarreien-Reform als eher negativ oder sehr negativ. 32 Prozent äußerten sich positiv oder eher positiv.

Befragt wurden die Gremien in allen Pfarreien, zum Beispiel die Räte, leitende Pfarrer und Dechanten. Häufig kritisieren sie, dass die geplanten Pfarreien zu groß seien und die pastorale Nähe verloren gehe. Außerdem gebe es viele Unklarheiten: Zum Beispiel in Sachen Pfarreien-Vermögen und zukünftiger Zusammenarbeit.

"Hotspot der Unzufriedenheit"

Aus der Anhörung geht auch hervor, dass das Saarland "ein Hotspot der Unzufriedenheit" sei. Nähere Angaben dazu wollte das Bistum nicht machen. Das Bistum Trier steht vor einer gewaltigen Strukturreform: Aus über 900 Pfarreien sollen 35 Großpfarreien werden. Obwohl Priester und Gläubige die geplanten Änderungen ablehnen, will das Bistum trotzdem im Großen und Ganzen daran festhalten. Lediglich kleinere Veränderungen werde es noch geben, kündigte das Bistum an. So werde man zum Beispiel den Zuschnitt der ein oder anderen Pfarrei nochmal überdenken und vor allem an der Kommunikation arbeiten.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 17.08.2019 berichtet.

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