Der Hafen in Dillingen.  (Foto: IMAGO / Panthermedia)

Mehr Binnenschifffahrt im Saarland im vergangenen Jahr

  17.08.2022 | 17:01 Uhr

Das feuchte Frühjahr im vergangenen Jahr hat dafür gesorgt, dass mehr Waren auf Saar und Mosel per Schiff befördert werden konnten. Wegen der anhaltenden Trockenheit rechnet die IHK jedoch dieses Jahr bereits erneut mit einem Rückgang. Sie fordert deshalb einen Ausbau der Wasserwege.

An den saarländischen Häfen an Saar und Mosel sind im vergangenen Jahr rund ein Viertel mehr Güter transportiert worden als 2020. Wie die Industrie- und Handelskammer (IHK) im Saarland mitteilte, stieg der sogenannte Umschlag auf fast drei Millionen Tonnen.

Grund für die Zunahme sei die ausreichende Fahrwassermenge infolge des feuchten Frühjahrs 2021. Größte Kunden waren den Angaben zufolge die saarländische Stahlindustrie sowie die Bau- und Energiewirtschaft.

IHK fordert Rheinvertiefung

"Die Zunahme der transportierten Gütermenge unterstreicht noch einmal, wie wichtig gut ausgebaute Wasserwege mit ausreichender Wassertiefe für den Transport von Massengütern sind", sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Frank Thomé.

Die IHK rechnet damit, dass in diesem Jahr die Transportmenge wegen der Trockenheit wieder zurückgeht. Sie fordert deshalb eine Rheinvertiefung, aber auch den Ausbau der Moselschleusen. Nur so könne es in Zukunft gelingen, Niedrigwasserzeiten zu bewältigen und zusätzlich Vekehr von der Straße auf die Wasserstraße zu verlagern, so Thomé.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.08.2022 berichtet.

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