Schüler meldet sich (Foto: picture alliance / Marijan Murat/dpa)

Saarland verbessert sich im Bildungsbereich

Magnus Neuschwander   15.08.2018 | 14:03 Uhr

Das Saarland zählt im diesjährigen Bildungsmonitor erneut zu den leistungsfähigsten Ländern. Wie im vergangenen Jahr erreicht das Saarland demnach Rang Sechs. Die Studie wird jährlich von der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) durchgeführt.

Verbesserung des Saarlandes im Bildungssektor
Audio [SR 3, (c) SR, 15.08.2018, Länge: 00:56 Min.]
Verbesserung des Saarlandes im Bildungssektor

Einen Spitzenplatz sehen die Forscher im Saarland beim Verhältnis von Schülern zu Lehrern an Grundschulen: Gut 13 saarländische Kinder kommen dort auf einen Pädagogen, im Bundesschnitt sind es drei Schüler mehr. Außerdem positiv laut INSM-Bildungsmonitor: Nur wenige Schüler im Saarland müssen eine Klasse wiederholen. Darüber hinaus lobt der Report die gute Medienkompetenz saarländischer Schüler.

Saar-Bildungsminister Commerçon zeigte sich zufrieden

Verbesserungspotenzial sieht der Bildungsmonitor unter anderem in den Klassenstufen fünf bis zehn. Dort würden nur wenige Schüler bisher ganztags unterrichtet. Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) zeigte sich mit dem Ergebnis dennoch zufrieden. 2012 habe man im Ranking noch auf Platz zwölf gelegen. Von allen Bundesländern habe sich das Saarland seitdem am stärksten verbessert.

Im bundesweiten Vergleich belegen Sachsen, Thüringen und Bayern die Spitzenplätze. Rheinland-Pfalz liegt auf Rang neun - punktet unter anderem bei Integration und Fremdsprachenunterricht.

Landeselterninitiative kritisiert Bildungsmonitor

Kritik am Bildungsmonitor kommt von der Landeselterninitiative für Bildung. In der Studie gehe es zu sehr um Wirtschaftsinteressen und nicht um Kriterien wie Persönlichkeitsentwicklung sowie soziale und kulturelle Bildung, heißt es in einer Erklärung.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 15.08.2018 berichtet.

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