Ein Schüler meldet sich während einer Unterrichtsstunde (Foto: picture alliance/dpa | Marijan Murat)

Saarland auf Platz fünf im bundesweiten Bildungsvergleich

  17.08.2022 | 11:17 Uhr

Das Saarland liegt in einer Studie zur Qualität des Bildungssystems erneut im oberen Drittel. Grund dafür sind unter anderem die hohen Ausgaben für Grundschüler sowie der Stand der Digitalisierung. Verbesserungen sind etwa beim Fremdsprachenunterricht notwendig.

Wie bereits im vergangenen Jahr kommt das Saarland im "INSM-Bildungsmonitor 2021" des Instituts der deutschen Wirtschaft im Bildungscheck auf Platz fünf unter den 16 Bundesländern.

Hohe Ausgaben für Grundschüler

Als Stärken werden unter anderem die geringe Quote der Sitzenbleiber sowie hohe Ausgaben für Grundschüler genannt. So werden für die Bildung von Grundschülern 300 Euro mehr pro Kind ausgegeben als im Bundesschnitt. Zudem habe das Saarland gemessen an der Bevölkerungsgröße die meisten dualen Studierenden.

Auch bei der Digitalisierung ist das Saarland ganz vorne mit dabei und landet bundesweit ebenfalls auf dem fünften Platz im Vergleich der Bundesländer. So erreiche das Saarland etwa den viertbesten Wert unter den Bundesländern bei der Nutzung digitaler Medien im Schulunterricht. Auch sind die Schulen überdurchschnittlich mit schnellem WLAN ausgestattet.

Jan Benedyczuk zum Ergebnis des Bildungsmonitors
Audio [SR 3, Gerd Heger, 17.08.2022, Länge: 03:58 Min.]
Jan Benedyczuk zum Ergebnis des Bildungsmonitors

Verbesserungspotenzial bei Fremdsprachenunterricht

Verbesserungsmöglichkeiten gibt es laut der Studie bei der Internationalisierung - so würden weniger Grundschüler und Berufsschüler in Fremdsprachen unterrichtet als im bundesweiten Schnitt. Auch gibt es mehr Schulabbrecher als im Bundesdurchschnitt.

Auf Platz eins der Studie liegt Sachsen vor Bayern und Thüringen, Schlusslicht ist Bremen.

Saar-Bildungsministerium zufrieden mit Ergebnis

Die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) sieht in den Ergebnissen "eine Bestätigung unseres bildungspolitischen Kurses und der guten Arbeit, die in unseren Kitas und Schulen geleistet wird." Seit 2013 habe das Saarland viel erreicht, um die Bildungschancen für Kinder und Jugendliche im Land zu verbessern.

Streichert-Clivot verwies erneut darauf, dass die Kitas und Schulen in der Coronakrise offen gehalten werden sollen und kündigte an, dass die "krisenbedingten Herausforderungen" auch in den kommenden Schuljahren gezielt aufgearbeitet werden sollen.

Für den Bildungsmonitor wurden die Bildungssysteme vom Kindergarten bis zur Hochschule untersucht. Die Studie wurde im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt. Die Initiative wird von Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 17.08.2022 berichtet.

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