Kindergarten (Foto: pixabay/FeeLoona)

Bildungsministerium weist Kritik von Kinderärzten zurück

  17.05.2020 | 17:35 Uhr

Das saarländische Bildungsministerium weist Kritik am Umgang von Kitas und Schulen mit der Corona-Krise zurück. Die Kinderärzte im Saarland hatten unter anderem die geforderte Zahl an Tests und eine Stigmatisierung chronisch kranker Kinder bemängelt.

Das Ministerium teilte mit, es sei ihm nicht bekannt, dass Schulen Corona-Tests für ihre Schülerinnen und Schüler verlangen. "Die Aussage, wonach Testungen von Schulen, Kindergärten oder Kindertageseinrichtungen gewünscht seien, wird zumindest in Bezug auf die Schulen zurückgewiesen", so das Ministerium in einer Stellungnahme. Die Schulen hätten keinerlei Weisung oder Empfehlung, einen Test zu verlangen. Es wäre auch "in keiner Weise" im Sinne des Ministeriums.

Die Kinderärzte hatten kritisiert, dass ein solcher Test in vielen Fällen als Voraussetzung für den Kita- und Schulbesuch gefordert werde. Stattdessen verweist das Ministerium in einer Stellungnahme auf den Musterhygieneplan. Ob ein Test notwendig ist, entscheide in jedem Fall das Gesundheitsamt oder der Hausarzt.

Außerdem weist das Bildungsministerium den Vorwurf zurück, dass die Corona-Maßnahmen chronisch kranke Kinder stigmatisierten. Aus einem Rundschreiben gehe hervor, dass Kinder mit Vorerkrankungen ein ärztliches Attest zur Freistellung bekommen können, wenn die Eltern dieses beim behandelnden Arzt beantragen. Machen sie das nicht, hätten die Betroffenen uneingeschränkten Zugang zu Gemeinschafts- und Bildungseinrichtungen.

Ministerium offen für Gespräche mit Kinderärzten

Der Verband der saarländischen Kinderärzte hatte darüber hinaus mehr Mitsprache gefordert. Nach Darstellung der Kinder- und Jugendärzte hatte das Ministerium ihre Expertise nicht hinzugezogen. Das Bildungsministerium betont hingegen die Zusammenarbeit mit der Uniklinik Homburg, den Gesundheitsämtern und den "medizinisch-gesundheitswissenschaftlicher Sachverstand" im Ministerium. Gleichzeitig sei man aber auch für Gespräche mit bem Verband der Kinder- und Jugendärzte offen.

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