Mit einem Mobiltelefon werden Reisepässe gescannt (Foto: Gabbert/dpa)

Viele Fahndungstreffer bei Grenzkontrollen

  05.12.2019 | 12:13 Uhr

Bei Schwerpunktkontrollen im Saarland hat die Bundespolizei in den vergangenen vier Wochen 160 Fahndungstreffer gelandet. Dabei wurden auch 30 Haftbefehle vollstreckt. Die Kontrollen waren verschärft worden, nachdem der libanesische Clan-Chef Miri nach seiner Abschiebung erneut nach Deutschland eingereist war.

Bei den Fahndungstreffern im Saarland ging es nach Angaben der Bundespolizei häufig um unerlaubte Einreisen oder Aufenthalte und um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Zudem wurde eine Person aufgegriffen, die sich trotz Wiedereinreisesperre in Deutschland aufhielt.

Wiedereinreisesperre im Fokus

Nach dem Fall des kriminellen Clan-Chefs Ibrahim Miri war die Wiedereinreisesperre in die öffentliche Aufmerksamkeit geraten. Miri war in Deutschland 19 Mal rechtskräftig verurteilt worden, unter anderem wegen Raubes, schweren Diebstahls, Hehlerei und bandenmäßigen Drogenhandels. Im Juli wurde er in den Libanon abgeschoben, tauchte aber Ende Oktober wieder in seinem alten Wohnort Bremen auf. Er wurde festgenommen und rund einen Monat später wieder abgeschoben. Kurz darauf flog er von Beirut nach Istanbul, möglicherweise um erneut nach Deutschland zu reisen.

Als Reaktion darauf hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer schärfere Kontrollen angeordnet. Bundesweit wurden in den vergangenen vier Wochen 178 Menschen aufgegriffen, die mit einer Wiedereinreisesperre belegt waren. Im selben Zeitraum wurden 249 Haftbefehle vollstreckt.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 05.12.2019 berichtet.

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